Mündener Gymnasium erhält Wappenurkunde

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Hans-Jürgen Grotefend überreicht die Wappenurkunde an Schulleiterin Heidrun Korsch.

Treffen des Grotefendschen Familienverbandes in der Dreiflüssestadt

Hann.Münden. Man könnte meinen, dass das Mündener Gymnasium seinen Namen einer Wette zu verdanken hat. Zur Spurensuche trafen sich am Wochenende Mitglieder des „Grotefendschen Familienverbandes“ aus ganz Deutschland in Münden. Heidrun Korsch, Leiterin des Gymnasiums, hatte einige Informationen über Grotefend zusammengetragen. Bürgermeister Harald Wegener begrüßte die Gäste im Hotel Rathausschänke. Er zitierte aus einer alten Ausgabe der „Geschichte der Stadt Hann. Münden“. „Georg Friedrich Grotefend wurde 1775 in Münden geboren. Er wurde Doktor der Philosophie zu Göttingen, 1803 Prorektor zu Frankfurt a. M. und 1821 Direktor am Lyzeum zu Hannover“. Eine Tafel an seinem Geburtshaus in der Ziegelstraße 39 erinnert „an den berühmten Sohn der Stadt“.

Berühmt wurde Grotefend für die Entzifferung einer 5.000-Jahre-alten persischen Keilschrift. „Er war klug und neugierig“, erzählt Heidrun Korsch. Er wettete auf einem Spaziergang in Münden mit einem Freund, dass das Entziffern der Schrift „kein Problem“ sei. Was ihm als Student zum Ärger einiger Professoren auch gelang. Als Schulleiter führte er Neuerungen ein. So schaffte er beispielsweise die Prügelstrafe in der Schule ab. 1848, kurz vor seiner Pensionierung, bekam er einen silbernen Pokal geschenkt. 1986 schenkte Magdalena Mackel den im Familienbesitz befindlichen „silbernen Ehrenpokal dem Landkreis Göttingen als Schulträger des Grotefend-Gymnasiums Münden“. Sie verfügte, dass „der Pokal in das Eigentum der Schule übergeht“. Zu besonderen Anlässen wird er in der Schule ausgestellt. Die Mündener Lehranstalt hatte bereits 1976 den Namen Grotefend erhalten. Das Mündener Gymnasium ist das einzige, das den Namen dieses berühmten Mannes trägt. Von den Grotefends gibt es drei Familienzweige. Johann Gregor Grotefend, geboren 1766 war der Älteste. Dann folgte der Namensgeber, Georg Friedrich Grotefend, geboren am 19. Juni 1775.

Direkte Nachfahren von Georg Friedrich Grotefend: (v.li.) Lina Marie Oppermann, Katrin Oppermann, Peter Clausius und Gabriele Schäfer.

Zum Treffen waren als direkte Nachfahren Lina Marie Oppermann, Katrin Oppermann, Gabriele Schäfer sowie Peter Clausius gekommen. Der jüngste, Georg Gottlieb Grotefend, wurde 1778 geboren. Hans-Jürgen Grotefendt ist Vorstand des „Grotefend‘schen Familienverbandes“ und Inhaber des Briefes des Familienwappens. Er überreichte der Gymnasiumsleiterin eine Urkunde, die das Grotefend-Gymnasium Münden berechtigt, „ab sofort das Wappen der Sippe Grotefend in allen Bereichen zu führen.“

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