Kleine Schätze, große Wirkung

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Bei ihren Mitschülern, Freunden und Verwandten bedanken sich die Oberstufenschüler für die gespendeten Alt-Handys. Diese werden jetzt an die Organisationen „Rainforest Connection“  und „Deutsche Umwelthilfe“ übergeben. Letztere kooperiert mit der Deutschen Telekom. (Vorne, v.li.) Lara, Marie und Hendrik zeigen eine der Boxen, in denen die Kommunikationsgeräte gesammelt wurden. Dass einige der Schüler keine Alltagskleidung tragen, liegt an der Motto-Woche des Grotefend-Gymnasiums, die unter anderem unter dem Titel „From Highschool to College“ stand.

Mündener Gymnasiasten führen Alt-Handys der Wiederverwertung zu und stärken Überwachungsnetz in den Regenwäldern

Hann. Münden. Wie viele wertvolle Rohstoffe in einem Handy stecken, erfuhren Schüler der 12. Klasse des Mündener Grotefend-Gymnasiums während des Seminarkurses „Umweltzerstörung und Umweltschutz“. Der von Jens Jeep geleitete Kurs gehörte zum Unterrichtsinhaltes des zweiten Halbjahres. Mit dem Sammeln von Altgeräten wollten die Schüler Bekannte, Freunde und Verwandte darauf aufmerksam machen, welche Schätze eigentlich zuhause und in Schubladen vor sich hin schlummern: „Die Ressourcen für den Bau von Handys werden unter schwierigen Umständen beschafft. Es ist überzogen, jedes Jahr ein neues Smartphone zu bekommen. Deshalb versuche ich, so lange wie möglich mit meinem Modell auszukommen“, erklärt der 18-jährige Hendrik. In das Bewusstein der Menschen müsse zudem das Verständnis rücken, dass man diese kleinen Schätze nicht einfach in den Müll werfe, sondern in die Hände von Organisationen gebe, die die Geräte fachgerecht entsorgen oder gar aufarbeiten können. Denn die Entsorgung über den Hausmüll berge ein weiteres Risiko: „Die verbauten Lithium-Ionen-Akkus fangen sehr leicht Feuer und können im Kreislauf der Müll-Logistik zu einer echten Gefahr werden“, so Hendrik weiter.

Rohstoffe zurückgewinnen

Während des Kurses wurde die Idee geboren, Altgeräte an der Schule und im Bekanntenkreis zu sammeln. In mehreren Wochen kamen so über 130 Handys zusammen, von denen 100 an die Deutsche Umwelthilfe gehen. Hier werden die Geräte generalüberholt und verkauft oder recycelt und dabei zurückgewonnene Rohstoffe wiederverwendet. Ein Markt für Gebrauchthandys existiere laut Jeep in Indien.

Alarm im Regenwald

Die restlichen 30 Handys werden der „Rainforest Conection“ gespendet, die sich dem Schutz des Regenwaldes verschrieben hat: „Die noch funktionierenden Geräte werden mit Solartechnik präpariert, in die Tropen geschickt und dort in Bäumen befestigt, die via Internet mit einer Cloud verbunden sind. Bei dem Vernehmen von Kettensägengeräuschen werden die zuständigen Behörden vor Ort informiert, die dann gegen illegale Abholzungen einschreiten können“, informiert Laura (18). Die Schülerinnen und Schüler sind sich einig, dass man achtsamer mit den Rohstoffen umgehen muss, um die Umwelt zu schonen und verdeutlichten dies auch mit einer Dauerausstellung in der Pausenhalle. Weitere Informationen zu den Organisationen finden Interessierte auf www.rfcx.org und www.handysfuerdieumwelt.de

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