Schulfest des Mündener Grotefend-Gymnasiums stand unter dem Motto „Begegnungen“

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Die Klasse 10a brachte die Schülerinnen und Schüler beim Sport zusammen. Sie hatten sich in der Turnhalle einen Hindernislauf ausgedacht, der von den Teilnehmern in möglichst kurzer Zeit durchlaufen werden musste. Die Aufsicht übernahmen die Lehrer (v.li.) Lars Meyer und Alexander Nikuradse.

Wenn Wünsche in die Luft steigen - Schülerschaft zeigte sich interkulturell

Hann. Münden. Sich selbst zukünftigen Schülern und deren Eltern präsentieren sowie den eigenen Schülern die Gelegenheit geben, sich kreativ außerhalb grauer Theorie wie Fremdsprachengrammatik und Kurvendiskussion zu beschäftigen – das hatte das Schulfest des Mündener Grotefend-Gymnasium zum Ziel. In der vergangenen Woche stand der alle zwei Jahre stattfindende Tag unter dem Motto „Begegnungen“. An vorausgegangenen Projekttagen hatten sich die Schüler Gedanken gemacht, wie sie sich an dem Schulfest beteiligen könnten. Neben Filmvorführungen zum Thema Rassismus, Mobbing, Vorurteile und Liebeskummer, Theaterstücken und Power Point Präsentationen, gab es Lesungen, Kulturcollagen und vieles mehr. Wie Dr. Joachim Atzert erklärte, sei das Gymnasium eine Inklusions-Schule, der Integration ein wichtiges Thema sei. „In einer meiner siebten Klassen haben 17 von 23 Schülern ausländische Wurzeln. Das sagt viel aus“, erläutert der Studiendirektor. Das Schulfest solle mit seinem Motto dazu beitragen, engstirniges Denken aufzubrechen und über den Tellerrand, sprich in andere Länder und Kulturen, zu schauen. Aktuell besuchen 384 Schülerinnen und 313 Schüler das Gymnasium. Etwa 40 Prozent von ihnen, so schätzt Atzert, seien ausländischer Herkunft. Da gebe es viel zu entdecken. Die Schulleitung habe ermittelt, dass am Gymnasium theoretisch etwa 14 Sprachen gesprochen werden. Dass Sport die Menschen verbinden kann, zeigte die Klasse 10 a mit dem „Easy Ninja Warrior Parcours“ in Anlehnung an die TV-Show. Hier gilt es, einen Hindernislauf in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren. Gestartet wurde in Fünfer-Staffeln. Über ein Dutzend Teams hatten sich zu dem sportlichen Wettstreit angemeldet.

Vorgeschmack auf Theaterstück

„Eiszeit“ auf der Bühne: Die Theater AG stellte einen Ausschnitt aus dem Stück „Creeps“ vor. Hier mimen Emily, Angelina und Paula die Teilnehmerinnen eines Medien-Castings. Als Konkurrentinen gibt es so manchen „Beef“ (Streit). Als Casting-Moderator agierte Luis. Das komplette Stück soll im Mai aufgeführt werden.

Eiszeit herrschte im Projektionsraum zwischen Emily, Angelina und Paula. Das allerdings nur zeitweise, denn das Trio führte, unterstützt durch Luis, eine Passage aus dem Theaterstück „Creeps“ auf. Im Mai soll das komplette der Stück der Theater AG aufgeführt werden, dass aus der Feder des Regisseurs Lutz Hübner stammt und sich mit der dunklen Seite des Fernsehgeschäfts beschäftigt. Die Theater AG hatte den Inhalt des Stücks etwas modifiziert und auf die heutige Zeit angepasst. 99 Luftballons ließ die Schülervertretung in die Luft steigen. Die bunten Himmelsstürmer waren mit zahlreichen Wünschen, die die Schüler formuliert hatten. Viele möchten in einer Welt ohne Krieg leben. „Wer einen der Ballons findet, kann die Schule davon in Kenntnis setzen. Darüber würden sich sicher auch die Schüler sehr freuen“, erklärte SV-Beratungslehrerin Stina Kruse. Der Erlös des Schulfestes, Einnahmen gab es durch den Verkauf von Kaffee, Kuchen, Cocktails und Tombola-Losen, soll den Schülern zugutekommen. Denkbar, so Atzert sei die Anschaffung neuer Sportgeräte oder die Verbesserung der elektronischen Ausstattung. Einen besonderen Dank sprach Atzert dem Sekretariat des Gymnasiums aus: „Die Kolleginnen haben mit der Erstellung der Einwahllisten für die einzelnen Projekten eine Menge zu tun. Das sollte man auch mal lobend erwähnen.“

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