Grünenpolitikerin Sigrid Erfurth zweifelt an Ergebnissen der Jungfischuntersuchung in der Werra

Hann. Münden / Wiesbaden. Bündnis 90 / Die Grünen äußern große Zweifel an den von K+S veröffentlichten Einschätzungen der Jungfischuntersuchu

Hann. Münden / Wiesbaden. Bündnis 90 / Die Grünen äußern große Zweifel an den von K+S veröffentlichten Einschätzungen der Jungfischuntersuchung in der Werra aus dem vergangenen Jahr. Auch die Art und Weise, wie die Untersuchungen durchgeführt wurden, sei fragwürdig.

Dazu Sigrid Erfurth, stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion: "Gemeinsam mit meiner Kollegin Ursula Hammann, habe ich dazu eine Reihe von Fragen an die Hessische Umweltministerin gestellt, weil ich der Ansicht bin, dass die Methodik der Untersuchungen wissenschaftlichen Kriterien nicht standhält." Die Diskrepanz zwischen den von K+S veröffentlichen Deutungen der im vergangen Jahr durchgeführten Untersuchungen und den Erkenntnissen unabhängiger Experten sei erstaunlich, so Erfurth. Sie möchte daher wissen, wer die Untersuchungen beauftragt hat? Wer die Methodik der Untersuchungen festlegt? Warum nur Jungfische untersucht wurden? Und warum keine unabhängigen Beobachter hinzugezogen wurden?

"Wenn es um wirklich vergleichbare Ergebnisse geht, dann sollten auch im unbelasteten Teil der oberen Werra Untersuchungen vorgenommen werden", so die Vize-Fraktionsvorsitzende. "Wir sind gespannt darauf zu erfahren, wie die Hessische Landesregierung die durch K+S vorgelegten Ergebnisse der Jungfischuntersuchung bewertet und welchen Handlungsbedarf die Landesregierung darin sieht. Wir möchten, dass der wieder einzuberufende Runde Tisch, beraten von unabhängigen Wissenschaftlern, das zukünftige Untersuchungsprogramm festlegt."

Es dürfe nicht sein, dass schon durch die Art der Untersuchung vorhersagbare Ergebnisse produziert werden, so Erfurth in ihrer Stellungnahme abschließend.(atb)

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