Grundschule Königshof soll Ganztagsschule werden

Der Stadtrat gab grünes Licht, damit die Grundschule Königshof eine Ganztagsschule werden kann.

Mündener Stadtrat gibt grünes Licht für die Ausweitung des Schulangebots. Stadtrat äußert sich in Hinblick auf die notwendigen Umbaukosten kritisch.

Hann. Münden. Die Grundschule Königshof soll zum Schuljahresbeginn 2017/2018 eine offene Ganztagsschule werden. Der Mündener Rat gab Mitte Dezember dazu seine einstimmige Zustimmung. Dem Ratsbeschluss vorausgegangen war ein Antrag der Grundschule Königshof bei der Landesschulbehörde, den  Schulvorstand und -elternrat unterstützen. Die Stadt muss als Träger der Schule seine Zustimmung geben. Voraussetzung  für  die  Genehmigung  durch  die  Landesschulbehörde  sind die Vorlage eines  geeigneten  Ganztagsschulkonzepts sowie die organisatorischen, personellen und sächlichen Voraussetzungen.

Das  pädagogische  Konzept  wird  von  der  Schule  erstellt. Die  Stadt hat als  Schulträger  die  für  den  Betrieb  der  Ganztagsschule  notwendige  räumliche, sachliche und personelle Ausstattung der Schule und des Schulgebäudes sicherzustellen und die anfallenden Kosten zu tragen. An  konkreten  Maßnahmen  sind  insbesondere  zwei  ehemalige  Klassenräume  als  Speiseräume und  ein  angrenzender  ehemaliger  Gruppenraum  als  Küche  umzubauen  und  einzurichten. Damit sind auch die Verlagerung des Werkraumes und der vorhandenen Schulküche verbunden.Für  diese  Arbeiten  rechnen  die  Kommunalen Dienste Münden  nach einer Kostenschätzung  mit einem  Gesamtaufwand   in  Höhe  von  90.000 Euro .  Hinzu  kommen   Kosten  für  die  notwendige Kücheneinrichtung, die mit  55.000 Euro veranschlagt sind.  Schließlich  entstehen  einmalig  noch  weitere Aufwendungen  für  die  Einrichtung  der  Speiseräume mit  Tischen  und  Stühlen für rund 70 Schüler sowie  für  die Erstausstattung an Geschirr  und  kleineren Küchengeräten. Die Stadt rechnet hier mit einer Summe von etwa 8.000 Euro.

Darüber hinaus hat die Stadt Hann. Münden als  Schulträger dauerhaft die  Personalkosten für eine zu  beschäftigende Servicekraft  zur  Abwicklung des Mittagstisches zu tragen, zuständig für Vorbereitungen, Essensausgabe und anschließende Reinigung. Dafür wird bei einem voraussichtlich notwendigen Beschäftigungsumfang von 15 Wochenstunden von monatlichen Personalkosten in Höhe von zirka 1.550 Euro ausgegangen. Die erwarteten Kosten sind im Haushaltsentwurf 2017 veranschlagt.

Essen soll trotz teurer Küche vom Caterer kommen

Die SPD befürchtet laut Ratsfrau Gudrun Surup angesichts der Kosten von 55.000 Euro den Bau einer "überdiemensionalen Küche", befürwortet aber generell die Einrichtung einer Ganztagsschule. Ebenso Markus Jerrentrup (CDU). Aber auch er sieht es kritisch, dass man trotz eines Schuldenstands von über 50 Mio. Euro vorhabe, eine solch teure Küche zu installieren, die nicht wirklich genutzt werde, da das Essen nach aktuellem Stand von einem externen Caterer geliefert werde.Dr. Franz Bitz (BürgerForum) begrüßte, dass das Essen in der Hand eines Caterers liege. Dies könne man "nicht irgendeinem" aufs Auge drücken.

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