,Tanz in den Mai' ist letztes Fest im Mündener GuckucksNest

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Nach drei erfolgreichen Jahren, fällt es Niklas Rönnfeldt  nicht leicht loszulassen.

Event- und Sport-Location schließt – am Sonntagabend letzte Möglichkeit zum Feiern

Hann. Münden. Am morgigen Sonntag, 30. April, steigt mit dem „Tanz in den Mai“ die letzte Party im GuckucksNest. Ab 22 Uhr erwartet Niklas Rönnfeldt, der Betreiber von GuckucksNest und integrierter Sportarena Münden, in der Tonlandstraße 4 hunderte Gäste, die gemeinsam mit ihm die letzte Sause erleben wollen.

Seit über einem Jahrzehnt hatte das GuckucksNest mit seinen Veranstaltungen, darunter auch der beliebte Flohmarkt (wir berichteten) für Abwechslung in der Dreiflüssestadt gesorgt und Generationen Freude bereitet. Dies ist ab dem 3. Mai vorbei, denn das Gelände wurde verkauft. „Ich als Mieter weiß bereits seit einem dreiviertel Jahr davon, dass mein Vermieter Fred Stemmer das Areal an Knüppel Verpackungen veräußert hat. Seitdem war ich auf der Suche nach einer neuen Halle, habe aber nichts Geeignetes gefunden“, bedauert Rönnfeldt, der im Januar 2014 die Gespräche mit Stemmer aufgenommen und ihm sein Konzept vorstellte und umsetzen ließ. „Ich spiele selbst gerne Fußball und wollte mein Hobby zum Beruf machen. Ich dachte mir, dass in Hann. Münden so etwas gut laufen könnte“, erklärt Rönnfeldt. So wurden in der Halle unter anderem zwei Fußball-Indoor-Plätze installiert, eine Sky-Bar eingerichtet und die Sanitäranlagen saniert. „Die Kosten dafür übernahm damals Herr Stemmer als Vermieter“, sagt Rönnfeldt dankbar. Es sei eine einmalige Chance gewesen. Schritt für Schritt ging es voran. Party und Sport – das zog. Ob nun einzeln oder in Kombination.

„Im ersten Jahr nahm der Betrieb langsam Fahrt auf. 2015 und 2016 war der Zuspruch dann wirklich super. Unser Angebot sprach sich herum und wir konnten viele tolle Events veranstalten, sogar den Fußball-WM-Pokal gemeinsam mit dem FC Werder Münden in die Dreiflüssestadt holen. Unvergessen waren auch die Knutschfleck-Konzerte und die unzähligen Fußballturniere. Die Vereinsmannschaften, die im Winter nicht auf den unbespielbaren Plätzen kicken konnten, kamen zu uns“, sagt der 26-Jährige mit viel Wehmut in seiner Stimme.

Kollektives Bedauern

In den vergangenen Monaten sei er immer wieder auf die Schließung angesprochen worden. „Viele Besucher, vor allem die Familien, bedauern, dass es zu Ende geht. Sie haben hier mit ihren Kindern eine einzigartiges Freizeitangebot vorgefunden. Neben Geburtstagen wurden hier auch Konfirmationen, Taufen oder Polterabende gefeiert. Sie werden das GuckucksNest immer mit diesen Erinnerungen in Verbindung bringen. Kurz gesagt: Wir haben für alle Generationen etwas geboten“, ist sich Rönnfeldt sicher. Wie es für den jungen Unternehmer weitergeht, ist noch ungewiss. „So schade es auch ist: Auch für mich geht das Leben weiter. Beruflich werde ich mich umorientieren müssen, habe aber noch nichts konkretes in Aussicht. Auch wenn es manchmal sehr anstrengend war und ich teilweise einen 13- bis 14-Stunden-Tag hatte, war ich immer gerne für meine Besucher da und könnte mir in Zukunft auch etwas in der Veranstaltungsbranche vorstellen. Derzeit ist aber nichts in dieser Branche in Aussicht“, sagt der gelernte Bürokaufmann. In eine eigene, neue Halle zu investieren ist für Rönnfeldt zu risikoreich. „Ich möchte einfach nicht zu viel Geld in die Hand nehmen. Denn was ist, wenn es nicht läuft? Bestehende Immobilen habe ich mir bereits in Hann. Münden angesehen, doch leider nichts Passendes gefunden.“

So wird auf unbestimmte Zeit – oder vielleicht für immer – die letzte große Feier sein, die Mündener und andere Menschen aus der Region am heutigen Abend in einem solchen Ambiente gefeiert. DJ-Urgestein Sadi wird Musik aus den 80er, 90ern und das Beste von heute auflegen. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro.

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