Handballer hatten trotz Blauer Karte etwas zu feiern

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Die Verbandsliga-Handballer aus Münden hatten nach dem Sieg gegen den VfB Fallersleben allen Grund zum Jubeln.

TG Münden: Wiegräfe muss nach Heimsieg mit Spielsperre rechnen, Pfaffenbach verstärkt den Verbandsliga-Kader

Hann. Münden.  Die Rückkehr in die Gymnasiumhalle war ein Erfolg. Vor vollen Rängen spielten die Verbandsliga-Handballer der TG Münden am vergangenen Samstag eine starke erste Hälfte und erkämpften sich in der Schlussphase einen wichtigen 29:25-Sieg (18:10) gegen den VfB Fallersleben und konnten somit die Schmach aus dem Hinspiel wieder gut machen. Einziger bitterer Beigeschmack: Geburtstagskind Jens Wiegräfe (30) erhielt nach einer vermeintlichen Tätigkeit nicht nur die Rote sondern auch die Blaue Karte, die eine Spielsperre nach sich zieht. „Ob hierzu ein Einspruch erfolgt, wird die Videoauswertung des Spiels ergeben“, sagte Trainer Matthias Linke nach dem Spiel.

Als Tabellenführer den Aufstieg im Blick

Eine Kulisse, die sich das Team für jedes Heimspiel wünscht, hat der Mannschaft den Rücken gestärkt. Die Fans hatten als „8. Mann“ in diesem Heimspiel maßgeblichen Anteil am Erfolg ihres Teams. Nach dem Abpfiff konnte Geburtstagskind Wiegräfe trotz drohender Strafe ausgelassen mit Mannschaftskameraden, Freunden und Fans feiern und nach gutem Brauch die dekorierte Halle putzen, bis er durch den Kuss einer Jungfrau erlöst wurde. Für die TG trafen Bolse (3), Grambow (7/1), Michalke (3), Wiegräfe (6), Brand (8) und Rentsch (2). Nach nun zwölf Siegen, drei Niederlagen und einem Unentschieden stehen die Dreiflüssestädter an der Tabellenspitze und schielen in Richtung Oberliga. Ihnen dicht auf den Versen sind die Sportfreunde Söhre (haben ein Spiel weniger) und die MTV Braunschweig II.

Rückraumspieler verstärkt Verbandsliga-Kader

Der schmale Kader des Verbandsliga-Teams wird durch Pascal Pfaffenbach verstärkt. Da der 21-Jährige kürzlich noch einmal bei seinem Heimatverein SG Schalksmühle-Halver ausgeholfen hat, konnte er im Spiel gegen den VfB Fallersleben noch nicht für die TG auflaufen. Der flexibel einsetzbare 1,87 Meter große Rückraumspieler, der aktuell seine Ausbildung bei der Polizei in Kassel absolviert, ist von sich aus an die Mündener herangetreten und hinterließ im Probetraining einen bleibenden Eindruck. „Hann. Münden und Kassel liegen nicht weit auseinader. Auf der Suche nach einem ambitionierten Verein in der Umgebung, welcher gerne mit jungen Leuten arbeitet, bin ich dann auf die TG gestoßen. Nach dem Training ging dann alles relativ schnell und jetzt ich bin froh, bald wieder zocken zu können.“ Die bisherigen Stationen von „Palle“, wie er gerufen wird, waren die SG Schalksmühle-Halver (von 1998 bis 2010 und 2013 bis 2017) und der TuS Ferndorf (2010 bis 2013). Angefangen hat er schon als Knirps mit dem Handball. „Ich spiele seit meinem dritten Lebensjahr. Meine gesamte Familie ist handballbegeistert, daher war es irgendwie vorhersehbar, dass ich schon relativ früh mit dem Sport starte.“ Pfaffenbach hat einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2017/2018.

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