Die Mündener Wehr - ein ,Mädchen für alles’

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Gäste und Beförderte mit Stadtbrandmeister Dieter Röthig (re.), Bürgermeister Harald Wegener (kniend, 2.v.re.) und Ortsbrandmeister Eike Schucht (kniend, 1. v.li.).

Rückblick auf die Historie bei der Versammlung der Mündener Feuerwehr

Hann. Münden. Wie sich die Feuerwehr im Laufe der Jahrhunderte entwickelte, darauf ging Ortsbrandmeister Eike Schucht während der Jahreshauptversammlung der Mündener Feuerwehr zu Beginn des Monats ein: „Damals waren es einst hölzerne Löscheimer für 13 Pfennige und heute sind es Löschfahrzeuge zusammen mit technischen Gerätschaften für mehrere 100.000 Euro. Die ältesten Statuten der Stadt führen ins Jahr 1359 zurück. Damals musste jeder Hausbesitzer neben den Holzeimern über zwei Leitern unterschiedlicher Länge verfügen.“ Mit den Jahren habe sich die Ausrüstung natürlich gewandelt, aber damit auch die Ausbildungsanforderungen der Truppe. Ganz zu schweigen von der Erweiterung der Aufgabenbereiche. Neben Brandbekämpfung gehören heute Hilfe bei Notständen durch Naturereignisse, Hilfeleistungen zur Rettung von Menschen und Tieren aus akuten Lebensgefahren, das Mitwirken bei Aufräumarbeiten und Gefahrguteinsätze. „So hat die Feuerwehr heute das Ansehen eines „Mädchen für alles“, das dem Bürger bei jeder Notlage helfend zur Seite steht“, erklärte Schucht – und das alles ehrenamtlich. Als Anerkennung für diese Tatsache schlug Schucht folgendes vor: kostenreies Parken mit Privatautos in der Stadt und die Erlaubnis, eigene Pkw in der Waschhalle der Feuerwehr zu säubern. „Zwei Kleinigkeiten, die fast nichts kosten, aber auf große Wertschätzung stoßen würden“, führte der Ortsbrandmeister weiter aus.

225 Einsätze im Jahr 2017

Mündens stellvertretender Ortsbrandmeister Stefan Rasche ging auf die im Jahre 2017 geleisteten 225 Einsätze ein. Hauptbestandteil waren technische Hilfeleistungen (86) und Brandeinsätze (29). Außerdem war die Wehr bei Tiertransporten (12), Tierretungen (10) und Amtshilfe für Rettungsdienste (35) im Einsatz. Zu Buche schlug alles zusammen mit 3.472 Arbeitsstunden. Durchschnittlich seien 15 Kameradinnen und Kameraden im Einsatz gewesen. Ohne Fortbildung gehe nichts. „Zusammengefasst machte jedes Mitglied der Einsatzabteilung einen 22-tägigen Ausbildungs- und Einsatzdienst, wenn man alles zusammen rechnet. Nicht berücksichtigt sind hier Einsatzübungen, Aufgaben in Kreisfeuerwehrbreitschaften oder Ortskommandos.“ Mit den fördernden Kameraden (10), den Feuerwehrsenioren (12) sowie dem Nachwuchs in der Kinder- (32) und Jugendfeuerwehr (27) würde man derzeit 136 in der Mündener Ortsfeuerwehr zählen. Die Führung bedankte sich vor allem bei den Familien der Kameradinnen und Kameraden, die eine Menge Entbehrungen für das Gemeinwohl hinnehmen müssten.

Folgende Personen wurden befördert

Zum Feuerwehrmann: Maxi Theune, Niklas Schrader und Max Fischer; Zur Feuerwehrfrau: Ramona Hönack, Cora Lindner und Jenny Boecker; Zum Oberfeuerwehrmann: Felix Maletz, Jannik Pohl, Joshua Kühling, Matthais Hoffmann und Sascha Tugendheim; Zum Hauptfeuerwehrmann: Felix Schuldes, Thomas Dockenfuß und Andre Jahns; Zur Hauptfeuerwehrfrau: Larissa Göllner: Zum Löschmeister: Gruppenführer Kai Osterhorn; Zum Oberlöschmeister: stellvertretender Gruppenführer Frank Schröder und stellvertretender Gruppenführer Fabian Hoffman; Zum Brandmeister: stellvertretender Zugführer Stephan Kutz.

Geehrt wurden folgende Personen

Ehrungen für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Gruppenführer Alexander Albrecht, Philipp Andrecht, Benjamin Nickel und Jörg Regensburger; Ehrungen für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: stellvertretender Ortsbrandmeister Stefan Rasche; Ehrung für 60 Jahre in der Feuerwehr durch den Kreisfeuerwehrverband Göttingen: Wilfried Tölle; Ehrung für 70 Jahre in der Feuerwehr durch den Kreisfeuerwehrverband Göttingen: Georg Rink und Karl-Heinz Böhmer.

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