Mündens Bürgermeister bevorzugt 'regionales Denken statt Kirchturmpolitik'

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Mündens Bürgermeister Harald Wegener (li.) überreichte Franz von Luckwald Urkunde und Präsent als Dankeschön für dessen langjährige ehrenamliche Tätigkeit im Mündener Kulturring.

Der Neujahrsempfang der Stadt Hann. Münden läutete am Freitag das neue Jahr ein.

Hann. Münden.  Zum Neujahrsempfang der Stadt Hann. Münden konnte Bürgermeister Harald Wegener erneut viele Gäste aus Wirtschaft und Politik begrüßen, darunter den Landtagsabgeordneten Gerd Hujahn, die Bürgermeisterkollegen Mathias Eilers (Dransfeld) und Fred Dettmar (Reinhardshagen), den Direktor des Amtsgericht, Dr. Thomas Matusche sowie Thomas Scheffler und Michael Kühlewindt vom Sparkassen-Vorstand. Wegener dankte vorab den Einsatzkräften und Rettungsdiensten, die sich wegen der angespannten Hochwasserlage wieder zum Schutz der Bürger aufgestellt hatten.

(V.li.) Stadtbrandmeister Dieter Röthig, Dirk Schneider, Leiter des Mündener Polizeikommissariats, Mathias Eilers, Bürgermeister der Samtgemeinde Dransfeld und Landtagsabgeordneter Gerd Hujahn.

Der Verwaltungschef lobte das ehrenamtliche Engagement in der Stadt und hob besonders die Arbeit von Elke Unckenbold und Franz von Luckwald hervor. Während Unckenbold seit 1999 in der Mündener Hilfe aktiv ist und Obdachlosen mit der Kaffeemühle in der Schmiedestraße eine Anlaufstelle bietet, ist Luckwald im Vorstand des Lions Clubs Münden tätig und war zehn Jahre lang Vorsitzender des Mündener Kulturrings. Der Verein habe das kulturelle Leben in Münden bereichert, so Wegener, der Urkunde und Präsent überreichte. Viele Ehrenamtliche waren ebenfalls bei den Veranstaltungshighlights engagiert. So hob der Bürgermeister das Denkmalkunst-Festival, den Tag des offenen Denkmals, die Feierlichkeiten zum 25. Partnerschaftsjubiläum mit der polnischen Stadt Chelmno, Rock for Tolerance, die 1.000-Jahrfeier des Stadtteils Hedemünden, den Bauernmarkt, das Kinderfest und Münden live hervor. Diese Events hätten für eine echte Belebung der Stadt gesorgt.

Politisch gesehen habe man mit der Einführung des Tourismusbeitrags die schwierigste Entscheidung treffen müssen, um eine Strukturveränderung der touristischen Arbeit herbeizuführen. Hann. Mündens Standortqualität, so Wegener, müsse weiter verbessert werden – unumgänglich bei einer Stadt mit solch hervorragender touristischer Prägung. Nun müsse das Marketingkonzept und das vor der Fertigstellung stehende Tourismuskonzept für eine Weiterentwicklung sorgen, die am Ende mit eingeworbenen Fördergeldern erfolgen könne. Die neu gegründete Hann. Münden Marketing Gesellschaft (HMM) mit Geschäftsführer Marc Pfütz würde mit Mitgliedern der Erlebnisregion gemeinsam Projekte und Ideen entwickeln. Wegener untermauerte die Wichtigkeit des Tourismus mit Zahlen: 39 Gästeführer hätten im vergangenen Jahr mit 50 verschiedenen Stadtführungsinhalten während 1.200 Führungen etwa 18.500 Teilnehmer begeistert.

Hann. Mündens Pressesprecherin Julia Bytom (2.v.re.) sammelte Spenden für den „Arbeitskreis Spielplätze“. (V.li.) Iris Lange von der Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen, Claudia König-Becker und Helmut Becker ließen sich nicht zweimal bitten.

Für die Zukunft kündigte der Bürgermeister Weiterentwicklungen an. So müssten Investitionen in neue Gewerbegebiete getätigt und Jungunternehmen und Neuansiedlungen gefördert werden. Investitionen seien für Kinderbetreuungen und Schulen, Wohnungen und Freizeitanlagen nötig. Das Quartierskonzept für den Stadtteil Neumünden in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Region Göttingen und der VHM befasse sich mit der Neugestaltung des Quartiers. Die nächste Bürgerratssitzung fände am 10. Januar im Gebäude der Volkshochschule Göttingen/Osterode statt. Wegener wolle bei der Zukunftsgestaltung Mündens nicht an den eigenen Stadtgrenzen Halt machen und bevorzuge „regionales Denken statt Kirchturmpolitik“. Deshalb wolle er die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Umland intensivieren, um gemeinsame Projekte umzusetzen und gegenüber Bund und Land mit einer Stimme auftreten zu können.

Die gesammelten Spenden an diesem Abend werden dem „Arbeitskreis Spielplätze“ zur Verfügung gestellt, der sich darum bemüht neue Spielgeräte in der Stadt aufzustellen.

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