Neumündener wollen Radwegeanlagen

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Kamen im Quartier mit den Bürgern ins Gespräch: (v.li.) Ulrike Braun (Fachdienst Stadtplanung), Jan Gerblitz (Zebau Hamburg), Nicole Berner (Fachdienst Stadtplanung), Patrick Spies, Projektleiter für energetische Quartierskonzepte innerhalb der Energieagentur Göttingen) Tobias Timm (Klimaschutzagentur Weserbergland).

Energetisches Quartierskonzept: Katalog mit 33 Vorschlägen vorgestellt

Hann. Münden. Radwegeanlagen auf der B3, die Verbesserung der Qualität des Busangebots, Umbau der Pionierstraße und die Verbesserung der Durchlässigkeit des Radverkehrs im Quartier waren die vorrangigen Wünsche der Neumündener bei der Vorstellung des Integrierten Energetischen Quartierskonzepts (IEQK) Neumünden/Fuldablick am vergangenen Freitag. Zielsetzung des Konzepts ist Handlungsempfehlungen für die energetische Optimierung des Stadtteils herauszuarbeiten. Patrick Spies von der Energieagentur Göttingen begrüßte die Zuhörer in der Turnhalle der Brüder-Grimm-Schule und ließ die vergangenen zwölf Monate Revue passieren. In der Zeit wurden Daten gesammelt und analysiert. Gemeinsam mit einem Lenkungsausschuss und einem Bürgerrat traf man sich ein halbes Dutzend Mal, um die Konzepterstellung voranzutreiben. Städtebauliche Bestandsaufnahmen zählten ebenso dazu, wie Demografie, Energie- und CO2-Bilanz, Energieversorgung und -einsparpotenziale. Die Analyse mündete in einem Maßnahmenkatalog: 33 Vorschläge wurden den vier thematischen Handlungsfeldern wie nachhaltige Quartiersgestaltung, Energieeffizienz in Gebäuden, effiziente Energieversorgung und klimafreundliche Mobilität untergeordnet. Aus dieser Liste wählten die Bürger ihre eingangs erwähnten Favoriten heraus.

Politik entscheidet über Sanierungsmanagement

Der Maßnahmenkatalog wurde am Montag auch im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Die Politik soll im Dezember darüber entscheiden, ob ein Sanierungsmanagement zustande kommt, das über das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt wird. Umsetzungszeitraum von Maßnahmen wären die kommenden drei bis fünf Jahre. Wie Spies mitteilte, existierten in Neumünden 344 Gebäude, hauptsächlich Einfamilien- oder kleine Mehrfamilienhäuser, auf die sich 1.600 Einwohner verteilten. Ein Großteil der Immobilien sei zwischen 1919 und 1948 errichtet worden. Das Quartier verbraucht pro Jahr 23 Mio. Kilowattstunden an Energie, produziert 6.750 Tonnen CO2 und hat rund 2,3 Mio. Euro Energiekosten. Optimierungen bei Immobilien und Verkehr könnte diese Zahlen senken. Anhand von Sanierungs-Steckbriefen für sieben Referenzgebäude konnten sich die Bürger ein Bild davon machen, welche baulichen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs im Eigenheim für sie in Frage kommen. Gemeinsam mit Experten der Unternehmen Zebau aus Hamburg oder der Klimaschutzagentur Weserbergland konnten sie ins Gespräch kommen und sich über energetische Gebäudesanierungen und umweltschonende Energiegewinnung informieren.

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