Hann. Münden wird bienenfreundlich

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(V.li.) Pia Dehnhardt (Bürgerinitiative Münden blüht und summt), Jürgen Liebrecht, Ulrike Braun und Bürgermeister Harald Wegener.

Teilnahme an Projekt "BienenBlütenReich" gesichert: An den drei Flüssen soll es bald blühen und summen

Hann. Münden. Bienen sind wichtig für unsere Nahrung. Ohne ihre Bestäubung hätten wir kein Obst und kein Gemüse. Wobei es nicht nur um die Honigbienen geht, sondern auch um Wildbienen, Hummeln und Co. Wenn die Rapsblüte mit ihrem Überangebot vorbei ist, fehlen im weiteren Jahresverlauf blühende Pflanzen, eine der Folgen für das Sterben der Insekten. Vor einigen Jahren ist ein Netzwerk, „Blühende Landschaft“, entstanden, um die „Nahrungs- und Lebensgrundlage von blütenbesuchenden Insekten“ zu verbessern. Viele regionale Initiativen bundesweit engagieren sich. Nun ist auch Hann. Münden dabei. Die Stadt hat sich bei dem Projekt „BienenBlütenReich“ angemeldet. In einem Pressegespräch berichtete Ulrike Braun vom Fachbereich Stadtplanung kürzlich, dass die Initiative „Münden blüht und summt“ die Stadt auf das Projekt hingewiesen hatte. Damit die „blühenden Oasen“ effektiv sind, muss der Boden richtig vorbereitet werden, hochwertiges Saatgut und fachliches Wissen sind notwendig. Dies wird den „Blühpaten“ zur Verfügung gestellt. Um den Antrag für die Frühjahrsaussaat zu stellen, hatte die Stadt nur zwei Tage Zeit und handelte schnell.

Flächen auf dem Tanz- und Doktorwerder

Zwei größere Flächen wurden angemeldet, 120 Quadratmeter auf dem Tanzwerder und 620 Quadratmeter auf dem Doktorwerder. Weitere zehn bis zwölf Flächen im städtischen Raum kommen hinzu. Auch Hemeln beteiligt sich. Für die Herbstsaat können weitere öffentliche, entsprechend geeignete Flächen nach Absprache mit den Ortsbürgermeistern hinzukommen. Das Saatgut des renommierten Herstellers „Mellifera“ ist relativ kostspielig. Das Projekt laufe über zwei Jahre, aber „wir wollen Kontinuität“, sagte Ulrike Braun. Es sei ein erster Schritt. Privatleute können zwar nicht an dem Projekt teilnehmen, jedoch selbst bienenfreundliche Flächen schaffen. Fördermittel erhalten nur eingetragene Vereine. Hartmut Teichmann möchte dafür Saatgut an Interessierte ausgeben. Er weist darauf hin, dass die blühenden Pflanzen zwar vom Frühjahr bis in den Herbst gut aussähen. Nach der Blüte sind jedoch die Samen für die erneute Aussaat und für die Vögel wichtig. Bürgermeister Harald Wegener verspricht, Informationen und Anleitungen in der Hompage der Stadt zu veröffentlichen.

Für Jürgen Liebrecht, Bereichsleiter Kommunale Dienste, ist zwar die Aufbereitung der Flächen aufwändig. Die Flächenpflege aber, da nur im Herbst abgemäht werden müsse, „entlastend“. Ab März soll die Arbeit in den Ortseingangsbereichen beginnen.

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