Hedemünden surft bald im Turbo-Modus

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(V.li.) Elvis Erovic von der Firma Mawa, Hannover, Jens Göppert, Regio Manager im Infrastrukturvertrieb Telekom Deutschland, Georg Vogeley, Telekom, Bürgermeister Harald Wegener, Kurt Koppetsch, Vorsitzender Stadtentwicklungsausschuss Hann. Münden, Ortsbürgermeister Hedemünden Udo Bethke und Jürgen Stieler, Kommunale Dienste Hann. Münden.

Schnelles Internet ab 2018 für Vorwahl 05545

Hedemünden. Schnelles Internet – das Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), beim Hochladen auf bis zu 40 Mbit/s. Gleichzeitig telefonieren, surfen und fernsehen, in Hedemünden und Oberode ist das für ungefähr 800 Haushalte Anfang nächsten Jahres möglich. Ende September informierte Jens Göppert, Regio Manager im Infrastrukturvertrieb Telekom Deutschland, über die Baumaßnahmen. Zum symbolischen Spatenstich waren zur Steinstraße/Ecke Pfarrgarten Mündens Bürgermeister Harald Wegener und Udo Bethke, Ortsbürgermeister von Hedemünden, gekommen. Ferner waren anwesend Jürgen Stieler von den Kommunalen Diensten Hann. Münden, Kurt Koppetsch, Vorsitzender Stadtentwicklungsausschuss Hann. Münden, Georg Vogeley, Telekom, und Elvis Erovic von der Firma Mawa, Hannover, Göppert, der das Projekt von Anfang bis Ende betreut, erläuterte die Vorgehensweise. Die haardünnen, ummantelten Glasfasern sind in einem Rohr gebündelt, das im „Spülrohrverfahren“ verlegt wird. Die Straße bis zum Verteiler muss nicht aufgerissen werden. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen umgebaut. Dort „wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen“. Der Einsatz von „Vectoring“ macht die Kupferleitung schnell und beseitigt die „elektromagnetischen Störungen“. „Ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird Super-Vectoring eingesetzt“. Dabei sind Geschwindigkeiten bis zu 250 Mbit/s möglich. „Je näher der Kunde am Multifunktionshaus wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit“, so die Faustformel. Gärten werden dabei nicht aufgegraben. Dafür sei aber jetzt noch kein Bedarf, die meisten nehmen 50Mbit/s.

Antrag vor 15 Jahren gestellt

Bethke blickte zurück. „Vor 15 Jahren“ habe er den Antrag für das schnelle Internet gestellt. Damals war die Rückmeldung, man brauche 450 Anschlüsse. Er freute sich, dass dies nun zur 1.000 Jahrfeier geklappt hat. Wegener betonte, wie wichtig diese Maßnahmen für die Ortschaften seien. Der „Markt wird sich rasant entwickeln“, die „Unterversorgung in Oberode“ habe „zeitnah ein Ende“. Insgesamt werden zwei Kilometer Glasfaser für die Vorwahl 05545 verlegt. Die Kosten pro Kilometer belaufen sich auf ungefähr 70 Tausend Euro, so Göppert. Die Telekom betreibt das Netz „eigenwirtschaftlich“. Die Firma Mawa aus Hannover habe den Ausbau übernommen. Interessierte Kunden können sich auf www.telekom.de/schneller für die neuen Anschlüsse registrieren lassen. Es müssen neue Verträge abgeschlossen oder bestehende angepasst werden.

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