Hospiz gewährte Einblicke

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Über eine Spende in Höhe von 435 Euro, die (vorne, v.re.) Elisabeth Nörtemann, Helga Schlichte und Jutta Nickel in Bonaforth für das Hopsiz gesammelt hatten, freuten sich (v.li.) Ines Albrecht Engel, Miriam Bergmann (Stellv. Hospizleiterin), Prof. Dr. med. Eduard Quellhorst (Vorsitzender Bürgerstiftung Stationäres Hospiz Hann. Münden), Andreas Przykopanski, Geschäftsführer der AWO Gesundheitsdienste Betreuung gGmbH und Hospizleiterin Manuela Brandt-Durlach.

Hann. Münden. "Tabuort" öffnete sich neugierigen Blicken zum Sommerfest und warb um Spenden.

Hann. Münden. Menschen aus der Dreiflüssestadt zu ermutigen, sich durch ein niedrigschwelliges Angebot dem Hospiz Hann. Münden zu nähern, war das Ziel des 2. Sommerfestes am Samstag. Am Nachmittag hatte die Einrichtung am NZN unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste Betreuung gGmbH zu gemeinsamen Stunden eingeladen. Laut Manuela Brandt-Durlach,  sei das Hospiz für viele immer noch ein Tabuort: "Er wird immer mit dem Thema Sterben in Verbindung gebracht. Dabei ist es ein Ort des Lebens. Hier wird geweint, aber auch gelacht. Wir begleiten hier Menschen auf ihrem letzten Lebensweg und leisten eine wertvolle Arbeit – auch dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer und viel Bürgerengagement ohne sie würde es nicht funktionieren", sagte die Hospizleiterin. Man wolle das Hospiz weiterhin bekannt machen, denn rund 10 Prozent der jährlichen Einrichtungskosten, 90.000 Euro, müssten per Spenden gesammelt werden. Dafür zahlen die Gäste während ihrer Zeit im Hospiz auch kein Geld. Das übernehmen Kranken- und Pflegekassen. "Sie kommen für 90 Prozent der Einrichtungskosten auf", ergänzte Andreas Przykopanski, Geschäftsführer der AWO Gesundheitsdienste Betreuung gGmbH. Seit der Eröffnung des Hospizes Hann. Münden habe man in zweieinhalb Jahren 235 Gäste begleitet.

Mit gutem Beispiel voran gingen Helga Schlichte, Jutta Nickel und Elisabeth Nörtemann, die in Bonaforth 435 Euro für das Hospiz sammelten und während des Sommerfestes an Brand-Durlach übergaben. Als Einnahmequelle für den jährlich nötigen Spendenbetrag diente im Übrigen auch das Hospiz-Sommerfest: Der Verkauf von Speisen und Getränken, aber auch gespendeten Büchern, Puppen oder Strickwaren spülte Bares in die Kasse. Für die Verpflegung der  Besucher sorgten, natürlich, Ehrenamtliche. Interessierte konnten sich während den Führungen über die Einrichtungen informieren. In insgesamt acht Zimmern  werden die Gäste untergebracht.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten neben dem Rundbau am romantisch angelegten Teich die Musikerinnen vom Mündener Klanghaus und das Rock’n’Roll-Trio "Challenge".

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