Innovativer Altbau

Bestandssanierung und Forschungsprojekt: Bauverein startete Solaranlage die 50 Wohnungen mit Energie versorgtVon ANTJE C. SCHUMACHERHann. Mnden.

Bestandssanierung und Forschungsprojekt: Bauverein startete Solaranlage die 50 Wohnungen mit Energie versorgt

Von ANTJE C. SCHUMACHER Hann. Mnden. Einen ganz besonderen Tag konnte der Bauverein am vergangenen Donnerstag feiern: Per knallroten Startknopf nahmen sie die neue solarthermische Anlage auf dem Dach des Bauvereinverwaltungsgebudes Hann. Mnden in Betrieb. 50 Wohnungen des Bauvereins aus dem Wiershuser Weg 24-41 werden fast ausschlielich ber diese innovative Solaranlage mit umweltfreundlicher, erneuerbarer Energie versorgt. ber 25 Sonnenkollektoren wird die Wrme der Sonne in das Heizsystem transportiert. Reicht die Solarwrme an sonnenrmeren Tagen nicht aus, wird die Energieerzeugung untersttzt von einer Pellet-Heizung und wenn das nicht reicht, von einer Gasheizung. Alle erzeugte Wrme wird zentral eingesammelt und dann in einem Pufferspeicher gesammelt.Von dort wird diese nach Bedarf in die Wohnungen ber die Nahwrme zur Verfgung gestellt. Mit dieser Wrme wird in den Wohnungen geheizt und das Trinkwasser und Duschwasser erwrmt. Das Einzigartige ist, dass in diesen alten Baubestand aus den 20er und 30er Jahren eine solche innovative, moderne Energiespartechnik umgesetzt wurde, was sonst nur in Neubauten passierte, so Karl Emde vom Planungsbro innovaTec.Bundesweit einmalig ist die Verquickung von energetisch sanierten Altbau und erneuerbarer Energie. Und so frderte das Bundesumweltministerium in Zusammenarbeit mit dem Projekttrger Jlich und der Zentralstelle fr Solartechnik das Vorhaben des Bauvereins als Forschungsprojekt. Offiziell hat es den Titel Solarthermie 2000 plus. Die komplette Anlagentechnik wird mit einem umfangreichen Messtechnik-Programm wissenschaftlich von der Technischen Universitt Braunschweig begleitet. Gemessen wird die erzeugte Wrme und der Verbrauch. So werden Kosten und Nutzen ermittelt. Eine ffentliche Anzeigentafel am Gebude des Bauvereins zeigt die erzeugte Energie und auch den Verbrauch an. Dank vor den zahlreichen Gsten, ging von Bauverein-Aufsichtsratvorsitzendem Dr. Klaus-Peter Ltcke und Jrg Wieland, Geschftsfhrendes Vorstandsmitglied, bei der Inbetriebnahme der neuen Anlage am vergangenen Donnerstag an Rolf Vogt (Vorstand Bauverein) und Karl Emde und den beteiligten Handwerkesbetrieben aus der Region sowie der Firma Lebon fr den Bau der Solaranlage.Zusammengenommen ergeben die sehr guten energetischen Standards mit einer weitestgehend CO2-neutralen Energieversorgung eine zukunftsfhige Wohnanlage, die auch fast 100 Jahre nach ihrer Grundsteinlegung nun absolut wettbewerbsfhig auf dem heutigen Wohnungsmarkt ist, so der Bauverein ber die Solarthermie-Anlage, das Forschungs- und Pilotprojekt. Mit der Sanierung des alten Wohnungsensembles mchten wir den Beweis antreten, dass Innovationsgeist nicht nur die Umweltbelastungen, sondern auch die Betriebskosten reduziert werden knnen je nach persnlichem Wohn- und Nutzerverhalten der Mieter, so Wieland. Der Baueverein hatte im Vorfeld fr die Wrmedmmung, neue isolierte Fenster und Abbau der Gasthemen 1,1 Millionen ausgegeben. Es sei gelungen kologie und konomie in Einklang zu bringen und davon wrden auch die Mieter profitieren. Und der Aufsichtsrat und Vorstand planen weitere Neuerungen, wie zum Beispiel das smart metering ein intelligenter Stromzhler. Damit werden wir das Messen und Abrechnen aller Energieverbruche unsere Mieter als neue Dienstleistung anbieten, die Kosten weiter senken und unseren Service steigern, so Dr. Ltcke. Als Energie-Kommune knnte Hann. Mnden berregionale Bedeutung gewinnen, so Wieland. Wir haben in dieser Stadt das Wissen, die innovativen Ideen und die Fachleute, die es umsetzen knen.

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