Die 4-jährige Emilia aus Staufenberg ist an Krebs erkrankt: Spenden erbeten, damit Mama Diana bei ihr sein kann

Emilia Fuchs aus Staufenberg an Krebs erkrankt
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So wollen Familie und Freunde sie wieder sehen: Emilia lachend beim Spielen im Sandkasten. Das Bild wurde vor der Krebserkrankung der 4-Jährigen aufgenommen.

Vom einen auf den anderen Tag war für Familie Fuchs aus Staufenberg alles anders. Das Herumalbern, das Spielen, das Toben und Lachen – erstickt von der Angst, die sich mit einem Schlag in ihr Leben schlich. Der Angst um das eigene Kind.

Hann. Münden/Staufenberg.Vor wenigen Wochen bemerken die Eltern, dass etwas mit Töchterchen Emilia nicht stimmt. Die 4-Jährige weint, wenn sie sich hinsetzt, herumläuft oder nur steht. Ihre Schmerzen werden so groß, dass ihre Eltern mit ihr ins Krankenhaus fahren. Bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt der Arzt einen Tumor am Steißbein. Weitere Untersuchungen werden vorgenommen. Am Ende steht ein niederschmetterndes Ergebnis: Emilia hat Krebs, der schon in Lunge und Leber gestreut hat.

In einem Blog auf Instagram führt Mama Diana Fuchs ein Krankentagebuch für die Tochter, beschreibt ihren Zustand und schildert Situationen, denen sie ausgesetzt ist. So auch wie sie Emilias Vater über den schweren Schicksalsschlag informieren muss: „Ich weiß schon gar nicht mehr wie ich meinen Mann angerufen habe, um ihm diese Nachricht zu sagen. So eine Nachricht zu übermitteln, die so viel Schmerz, Leid und Traurigkeit in einem hervorruft, war das Schlimmste, was ich je meiner Familie antun musste. Meine Mutter ist zusammengebrochen und hat nur geschrien. Diese Diagnose hat mich um den Verstand gebracht. Doch es hieß Tränen wegwischen, durchatmen und zu meiner Tochter ins Zimmer gehen, für sie da und stark sein, dabei wollte ich selbst einfach nur schreien.“

Auf Emilia wartet ein Untersuchungsmarathon: Narkosen, Biopsie, Hickmann-Katheter. Das kleine Mädchen habe heftige Schmerzen, schreibt die Mutter in ihrem Tagebuch. Sie könne nur zusehen, was ihre Tochter durchmachen müsse: „Diese Hilflosigkeit ist das Schlimmste, was ich je erlebt habe“, schreibt sie. Nach Unklarheiten, ob die Chemotherapie die Hörfähigkeit des Mädchens beeinträchtigen könnte und langem Warten gibt es endlich grünes Licht für die Behandlung: „Emilia hat seitdem nichts mehr gegessen oder getrunken. Aufgesetzt, aufgestanden oder gelaufen ist sie seitdem auch nicht. Das Schlimmste an allem, sie redet kaum noch. Sie möchte nur noch in Ruhe gelassen werden. Von jedem, von allem, selbst von Mama und Papa. Mein Herz ist schwer. Ich weine mich immer noch in den Schlaf und frage mich täglich aufs Neue, wie wir das alles aushalten sollen“, schildert Diana Fuchs.

Nur leichte Nebenwirkungen nach erster Chemotherapie

Immerhin ein Lichtblick: Den ersten Chemo-Block habe die 4-Jährige überstanden und nur leichte Nebenwirkungen gezeigt. Emilia habe nicht mehr allzu große Schmerzen. „Richtig bewegen kann oder möchte sie sich noch nicht. Aber sie spricht wieder mehr und interessiert sich auch wieder fürs Spielen.“ Den Eltern fällt ein kleiner Stein vom Herzen. Auch wenn da immer noch ein riesiger Fels sitzt, der einfach nicht zerbröckeln will. Es ist ein erster wichtiger Schritt für Emilia.

Rückschläge und Hoffnungsschimmer

„Mit ganz viel Glück dürfen wir eventuell morgen endlich nach Hause, zwar nicht lang, aber immerhin“, hofft die besorgte Mama in einem Eintrag. Aber es kommt wieder anders. Emilias Blutwerte sind sehr schlecht: „Das Risiko einer Infektion ist so hoch, dass die Oberärztin es nicht verantworten kann, sie zu entlassen. Also weiter im Krankenhaus und noch mehr Medikamente. Eventuell auch bald Bluttransfusionen. Ich hasse diesen Krebs!“

Emilia gehe es zunehmend schlechter. Erhöhte Temperatur, erhöhte Herzfrequenz, schnellere Atmung, ihr Blutbild sehe immer schlechter aus und sie habe ein Thrombozyten-Präparat bekommen müssen, da sie kaum noch weiße Blutplättchen im Körper habe. „Sie bekommt drei verschiedene Antibiotika und über Nacht nun die parenterale Ernährung. Emilia ist blass und schwach. Ein schreckliches Bild für uns. Die Oberärztin sagt auch, dass wir noch nicht am tiefsten Punkt angekommen sind. Wir haben schreckliche Angst.“

Da Diana Fuchs nun ständig bei ihrer Tochter ist und nicht arbeiten kann, hat ihre Schwester Katharina Hertrampf auf www.spendenseite.de einen Aufruf gestartet. Bislang sind knapp 150 Spenden eingegangen, aber es werden noch mehr benötigt, denn die Behandlung des kleinen Mädchens wird voraussichtlich ein halbes Jahr dauern. Das Krankentagebuch kann man auf Instagram unter dem Kanal „dai_fox_“ verfolgen.

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