Ein Haus, genutzt von vielen: 50 Jahre DGH Lippoldshausen

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(V.li.) Gerhard Schmidt, Mündens Bürgermeister Harald Wegener und Ortsbürgermeister von Lippoldshausen Gerd Hujahn.

Großes Fest mit feinem Programm: Das freundliche Dorf profitiert vom Engagement der Einwohner

Lippoldshausen. Seit 50 Jahren besteht das Dorfgemeinschaftshaus, auch Hermann-Stockmann-Haus genannt, in Lippoldshausen. Zum Jubiläum hatte der Ortsrat und der Förderverein Lippoldshausen e.V. am Samstag eingeladen. Man muss „das Rad der Geschichte …. bis in das Jahr 1962 zurückdrehen“, sagte Gerhard Schmidt in seinem Vortrag über dessen Entstehung. Die Initiatoren waren damals der Gemeinderat mit Hermann Stockmann an der Spitze und der SGV (Sport- und Gesangverein) Lippoldshausen e.V. mit dem Vorsitzenden Harald Berlet. Die damals selbständige Gemeinde hatte „weder einen Sportplatz noch eine Sporthalle“. Aber statt angedachter Turnhalle und Schwimmbad wurde schließlich das Dorfgemeinschaftshaus gebaut. „Die verhältnismäßig geringe Bausumme von damals rund 700.000 DM ist auf die zahlreichen abgeleisteten Stunden der vielen freiwilligen Helfer zurückzuführen“. Es entstand eine Mehrzweckhalle, eine Küche, Versammlungsräume, Kindergarten, Hausmeisterwohnung, Schlachtanlage, Gefrieranlage, Kühlraum und Heißmangel. Am 10. Mai 1967 wurde es eingeweiht.

Den feierlichen Rahmen gestaltete der Gemischte Chor Lippoldshausen unter Leitung von Peter Möller.

Die Nutzung habe sich heute geändert, führte Schmidt weiter aus. Die Klubräume werden vom Roten Kreuz und vom Kirchenkreis genutzt, die Sporthalle vom SGV mit seinen vielen Sportgruppen. Außerdem finden Konzerte, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Veranstaltungen von anderen Vereinen statt. Zusätzlich entstand „ein Schießstand, der allen schießtechnischen und sicherheitsrelevanten Vorschriften entspricht.“ Mündens Bürgermeister Harald Wegener gratulierte zum Jubiläum „kurze Beine, kurze Wege, das funktioniert hier gut“, das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sei groß. Weitere Glückwünsche kamen von Pastor Dr. Andreas Ohlemacher. Er wünschte, dass „die nächsten Nutzungsjahre von Gottes Segen getragen“ werden. Die DRK-Vorsitzenden Karin Schob erinnerte an den ersten Blutspendetermin 1968, bei dem „138 Lippoldshäuser“ spendeten. Sie nannte die Zeitzeugen Hildegard Göbel, Grete Linne und Wilma Tönges und betonte, das Wichtigste seien Bürgerinnen und Bürger, die sich für ihr Dorf engagieren. Jutta Lehne vom Sport- u. Gesangverein Lippoldshausen e. V. überreichte ein „Präsent für den Förderverein“. Ortsbrandmeister Christian Bolse bedankte sich, das der nicht mehr benötigte Schlachthaus-Raum nun von der Jugendfeuerwehr genutzt werden kann.

Ortsbürgermeister Gerd Hujahn freute sich über die vielen Gäste, es waren schätzungsweise 150. Er las ein Gedicht der bereits verstorbenen Hildegard Losch vor, über die Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses im Jahre 1967. Der Förderverein und der Ortsrat verfolgen gemeinsame Ziele, das Haus „zu nutzen und zu erhalten“. Zum Erhalt gehören die Modernisierung der Küche und die Beschattung der Fenster gegen die unerträgliche sommerliche Hitze.

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