Jetzt im Auefeld: Landrat eröffnete Jobcenter Hann. Münden nach Umzug

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Hann. Münden. Das "Jobcenter Landkreis Göttingen" - Standort Hann. Münden -  in der neu gestalteten ehemaligen Außenstelle der Heinric

Hann. Münden. Das "Jobcenter Landkreis Göttingen" - Standort Hann. Münden -  in der neu gestalteten ehemaligen Außenstelle der Heinrich-Sohnrey-Realschule im Auefeld, hat Landrat Reinhard Schermann am heutigen Montag, seiner offiziellen Bestimmung übergeben. Hann. Münden ist einer von drei Standorten des "Jobcenter Landkreis Göttingen", neben Göttingen und in Duderstadt.

Nach den Angaben des Landrats erfolgte der Umbau mit einem Kostenaufwand von rund 710.000 Euro darunter 70.000 Euro für die gleichzeitige Unterbringung des Jugendamtes des Kreises. Die Kosten für die Baumaßnahmen für den SGB II-Bereich trägt zu etwa 85 Prozent der Bund und für das Jugendamt der Landkreis Göttingen.

Insgesamt sind ca. 2.000 m² Grundfläche renoviert worden (42 Büroräume, 2 Besprechungsräume und 4 weitere Funktionsräume).

Genutzt werden diese Räume vom Jobcenter Landkreis Göttingen, vom Jugendamt und vom Amt für Soziales.

Ausdrücklich wies der Landrat auf die Auftragsvergabe an regional ansässige Firmen hin. Die Fachplanung Heizung und Sanitär sowie die Bauleitung wurde von Ingenieuren des Kreises wahrgenommen. Der Landrat bedankte sich bei den Baufirmen und den Mitarbeitern für die professionelle und schnelle Realisierung der Umbaumaßnahmen innerhalb von sechs Monaten. Das sei beispielhaft.

Mit dem Einzug in das ehemalige Schulgebäude erhalte der Standort Hann. Münden jetzt eine dauerhafte und zentrale Anlaufstelle für die Leistungsberechtigten nach SGB II und XII aus Staufenberg, Hann. Münden und Dransfeld.

Auf die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II-Bereich eingehend, betonte Schermann, dass diese weiter rückläufig seien. Mit 6.427 Arbeitslosen konnte im Berichtsmonat März 2011 kreisweit der niedrigste Wert seit Beginn der Aufgabenwahrnehmung nach dem SGB II im Jahr 2005 erreicht werden. Die Arbeitslosenquote im SGB II wurde von 9,3 Prozent (11.770 Personen) im Jahr 2006 auf 5,1 Prozent (6.427 Personen) im März 2011 abgesenkt. "Diese Entwicklung ist insbesondere auf die positive wirtschaftliche Lage mit den entsprechenden Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt zurückzuführen und der erfolgreichen Arbeit des Fallmanagements zu verdanken", betonte Schermann. Gleichzeitig zahle sich die effektive Arbeitsweise und passgenaue Stellenvermittlung des Arbeitgeberservice aus. Dennoch würden große Anstrengungen nötig sein, um auch in 2011 eine hohe Zahl von Integrationen in den 1. Arbeitsmarkt zu erreichen. Hierfür habe das "Jobcenter Landkreis Göttingen" weitere organisatorische Veränderungen durchgeführt, wie z. B. die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeberservice und Fallmanagement.

In den weiteren Ausführungen verwies der Landrat darauf, dass das "Jobcenter Landkreis Göttingen" einschließlich der Stadt Göttingen im abgelaufenen Berichtsmonat März 19.862 Leistungsberechtigte nach dem SGB II betreut hat (darunter 6.427 Arbeitslose). Der Höchstwert lag im Jahr 2006 bei 23.596 betreuten Leistungsberechtigten. Im Vergleich dazu wurden durch die Agentur für Arbeit Göttingen im Kreisgebiet 2.756 Leistungsempfänger/-innen von Arbeitslosengeld I begleitet. Allein diese Zahlen machten deutlich, welch hoher Betreuungs- und Beratungsbedarf im Bereich des SGB II für die Leistungsberechtigten schon allein quantitativ besteht.

Auf das Inkrafttreten des Bildungspakets eingehend, betonte Schermann, dass der Landkreis Göttingen alles tun werde, um einen reibungslosen Start zu gewährleisten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien über die gesetzlichen Regelungen informiert und würden die neuen Leistungen zügig erbringen können. Hier und da könne es aufgrund der sehr kurzen Umsetzungsfrist sicher noch kleinere Anlaufschwierigkeiten geben. Er empfahl den Leistungsberechtigten, die Anträge – die mit dem Bescheid für den Monat April versandt wurden – bis zum 30.04.2011 zu stellen.

Für  Kinder und Jugendliche, die Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, können bis zum 31.05.2011 Anträge auf Bildungs- und Teilhabeleistungen gestellt werden. Dann könnten rückwirkende Zahlungen ab dem 01.01.2011 gewährt werden. Er werde mit seinen Mitarbeitern alles daran setzen, den Kindern schnellstmöglich die passgenaue und unkomplizierte Teilhabe an den Angeboten des Bildungspakets vor Ort zu ermöglichen.

Kontakt: Jobcenter Landkreis Göttingen, Standort Hann. Münden, Auefeld 10, 34346 Hann. Münden, Tel. 05541/99914-40  oder 05541/99914-11.

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