Jetzt 208 registrierte Infektionen in Stadt und Landkreis Göttingen

Im Altkreis Hann. Münden steigt die Zahl der Corona-Infizierten auf 17

Göttingen. Nach aktuellem Stand sind 208 Frauen und Männer von einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Stadt und Landkreis Göttingen betroffen. 52 der Infizierten leben in der Stadt Göttingen, 156 im weiteren Kreisgebiet. Aus Gründen des Datenschutzes ist eine konkrete Nennung der Wohnorte der betroffenen Personen nicht möglich, eine grobe geografische Verteilung kann nach Altkreisen aufgezeigt werden. Diese Zuordnung ist seit der Verwaltungsstrukturreform in den 1970er-Jahren beziehungsweise der Kreisfusion im Jahr 2016 zwar überholt, im Sprachgebrauch aber vielfach noch geläufig. Sie wird hier näherungsweise verwendet. Bei drei Personen ist der Wohnort noch nicht erfasst.

Altkreis Osterode bleibt am stärksten betroffen

Die übrigen Zahlen: Im Altkreis Osterode (Städte Osterode am Harz, Bad Lauterberg im Harz, Herzberg am Harz und Bad Sachsa sowie Samtgemeinde Hattorf am Harz und Gemeinden Bad Grund (Harz) und Walkenried) gibt es aktuell 118 Fälle. Im Gebiet des Altkreises Duderstadt (Stadt Duderstadt, Samtgemeinde Gieboldehausen) inklusive der kompletten Samtgemeinde Radolfshausen sind sechs der infizierten Personen gemeldet. Im Gebiet des Altkreises Hann. Münden (Stadt Hann. Münden, Samtgemeinde Dransfeld und Gemeinde Staufenberg) gibt es 17 Fälle. Im Bereich des früheren Altkreises Göttingen (Flecken Bovenden, Gemeinden Rosdorf , Gleichen und Friedland – ohne Stadt Göttingen) sowie des Fleckens Adelebsen sind zwölf infizierte Personen gemeldet.

Auffällig ist ein massiver Anstieg der Fallzahlen im Bereich des Altkreises Osterode in den vergangenen Tagen. Das ist im Wesentlichen auf das Corona-Geschehen in einem Alten- und Pflegeheim mit angeschlossenem ambulanten Pflegedienst zurückzuführen. Nachdem bei einer Person im Pflegeheim eine Infektion nachgewiesen wurde, mussten innerhalb kurzer Zeit sämtliche Beschäftigte und Bewohner der Einrichtung auf das Coronavirus getestet werden. „Das war möglich, weil die Universitätsmedizin Göttingen kurzfristig Kapazitäten zur Verfügung gestellt hat, um die Proben auszuwerten“, erklärt Kreisrätin Marlies Dornieden. „Nur so konnten die Betroffenen schnell identifiziert und entsprechende Maßnahmen wie Quarantäne und Separierung von Nicht-Infizierten umgesetzt werden“, macht sie deutlich. Sie dankt der UMG und der Kassenärztlichen Vereinigung KVN, die die Tests am Wochenende durchgeführt hat, ausdrücklich.

Auch der Stab der Stadt Göttingen lobt die gute Zusammenarbeit und das hohe Engagement aller Beteiligten in dieser Situation. „Es gab zahlreiche positive Befunde. Darauf konnte der Stab des Landkreises unmittelbar reagieren und schon über das Wochenende auf gesicherter Datenbasis aktiv werden, Schutzausstattung organisieren, Ersatz-Pflegekräfte akquirieren und organisatorische Schutzmaßnahmen in der Einrichtung begleiten“, erläutert Kreisrätin Dornieden, Leiterin des Stabes des Landkreises.

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