Jungjäger legen ,grünes Abitur’ ab

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Lehrgangssprecherin Alisa Müller nahm stellvertretend für alle Teilnehmer den traditionelle Jägerschlag von Gerhard Ebel entgegen. Damit sind die „Frischlinge“ in die Schar der örtlichen Jäger aufgenommen.

Hann. Münden. Elf Frauen und Männer nach mehrmonatiger Ausbildung im Kreis der Jäger aufgenommen.

Hann. Münden. Mit dem Jägerschlag, einem jüngeren jagdlichen Brauch, wurden in diesen Tagen die Jungjäger Hagen Riese, Christoph Musmann, Ron Mebus, Rolf Isermann, Hendrik Wirth, Cornelia Klaer, Alisa Müller, Dr. Helge Schipper, Carmine Crescente, Klaus-Dieter Klaer und Sascha Knirsch in die Reihen der Jäger aufgenommen.Nach 250 Stunden Theorie und Praxis in sieben Monaten haben elf Jungjäger, davon zwei Frauen, ihr "Grünes Abitur" bei der Jägerschaft Münden bestanden. Lehrgangsleiter Gerhard Ebel und Schießausbilderin Elke Dittmann überreichten den Absolventen in einer kleinen Feierstunde in der Gaststätte Rinderstall die Jägerbriefe. Begleitet wurde die Feier vom Bläserkorps der Jägerschaft Münden.Allen Jungjägern fiel damit eine Last von den Schultern, denn die letzten Wochen vor der 14-tägigen Prüfung waren schon anstrengend. Jagdbetriebslehre, Wildtierkunde, Jagdrecht, Waffenkunde, Unfallverhütung, Naturschutz und vieles mehr wurde im Lehrgang vermittelt. Hinzu kamen zahlreiche praktische Ausbildungen, Revierbegehungen und die Schießausbildung auf der Schießanlage der Mündener Jägerschaft am Rattbach. Für die einzelnen Ausbildungsbereiche standen Fachleute der Jägerschaft Münden zur Seite.

Disziplin und Teamgeist

In einer Ansprache dankte Gerhard Ebel dem Ausbilderteam für ihr Engagement. Den frischgebackenen Jägern gratulierte er zur bestandenen Prüfung und lobte die sehr gute Zusammenarbeit untereinander, die Disziplin, den Teamgeist und die Pünktlichkeit, was nicht immer selbstverständlich sei. "Alle haben die Ausbildung sehr ernst genommen", so Ebel. Die Glückwünsche verband er mit einem Appell an die Verantwortung. Die Jungjäger sollten durch ein ständiges Weiterlernen, den sorgfältigen Umgang mit Jagdwaffen und mit einem tierschutzgerechten Jagen das erlernte Wissen vertiefen und üben. Ergänzend fügte er hinzu, dass mit der Ausbildung zum Jäger immer auch die Ausbildung zum Heger und Pfleger verbunden sei. Ebel machte außerdem darauf aufmerksam, dass so ein regulärer Lehrgang erheblich mehr Fachwissen und Praxis vermittle als eine 14-tägige Jägerausbildung auf einer Jagdschule.Der nächste Lehrgang für die Jagdscheinanwärterausbildung bei der Jägerschaft Münden beginnt am 16. September. Infos: Jägerschaft Münden., Lehrgangsleiter Gerhard Ebel, Telefon und Fax: 05541/8600 oder E-Mail: Ebel.Gerhard@web.de oder www.jaegerschaft-muenden.de.

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