21 Jungjäger schließen Ausbildung im Mai ab

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Ehrungen und Auszeichnungen gab es zur Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Münden reichlich.

Jägerschaft Münden tauschte Neuigkeiten aus

Hann. Münden. „Der Jägerschaft Münden ist es im Bereich des Bezirkes Braunschweig als einziger Jägerschaft gelungen, eine hundertprozentige Beteiligung bei der Wildtiererfassung zu erreichen“. Dies berichtete Dieter Buhse, Vorsitzender der Jägerschaft Münden, zur jüngsten Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zum König von Hannover“ in Landwehrhagen. „Dafür bedankt sich der Vorstand recht herzlich bei Klaus Horst, dem Obmann für Wildtiermanagement“. Zur Ausbildung der Jungjäger erklärte Buhse, dass die 21 Teilnehmer im Mai ihre Prüfung ablegen. Er stellte Olaf Splitt als neuen Ausbilder für Erlangung eines Fallenscheines vor. Die erforderlichen Fanggeräte für diese Ausbildung hat die Mündener Jägerschaft bereits angeschafft. Der Ausbilder wird einen Fallenparcours auf dem Schießstand Rattbachtal vorbereiten, so dass nicht nur Jungjäger, sondern alle interessierten Mitglieder die Ausbildung für den Fallenschein absolvieren können. Zum Schießstand Rattbachtal erläuterte der Vorsitzende, dass Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten vorgenommen wurden, wie unter anderem die Erneuerung der Beleuchtung, der Sandaustausch in den Schießständen, die Verkleidung der Schießblenden wurde erneuert und eine neue Schutzwand installiert. Im Vorstand gab es eine Änderung, Uwe Beyer legte sein Amt als stellvertretender Vorsitzender nieder, als neuer Stellvertreter wurde Axel Kaufmann gewählt.

,Wolf bleibt ein Problem’

Kreisjägermeister Axel Eichendorff mahnte in seinem Bericht, dass Sauen mit gestreiften Frischlingen Mutterschutz genießen würden und  nicht geschossen werden dürfen.  Zur Wildfütterung  sagte er, dass dies zu unterlassen sei. Dies dürfe nur geschehen, wenn der Kreisjägermeister eine Notzeit ausrufen würde. Bei Zuwiderhandlung komme es zu einer Anzeige.

Zuvor gab es Grußworte der Gäste. So zollte der Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn den Jägern Anerkennung für ihre Arbeit und ihr Engagement. „Wir zählen auf die Jäger bei der Begegnung von Wölfen“, sagte er. Auch der Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht nahm sich des Themas Wolf an. „Der Wolf ist und bleibt ein Problem“: Den Jägern dankte er für die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben. „Leider ist es mir nicht gelungen, die Jagdsteuer zu senken“, bedauerte vom Landkreis Göttingen Marlis Dornieden, Kreisrätin, Dezernat für Finanzen, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Innere Sicherheit. Sie machte deutlich, dass sich Wild- und Naturschutz nicht nur auf das Jagen beschränke, sondern auch die Hege und Pflege mit einbeziehe. Sie lobte außerdem das große Engagement der Jungjägerausbildung. Mündens Bürgermeister Harald Wegener machte deutlich, dass die afrikanische Schweinepest und die Wölfe zurzeit für ausreichend Diskussionsstoff sorgen würden.

Hubert Kellner, Kreislandwirt und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes des Landvolks Göttingen, ging auf das Thema Schweinepest ein und schilderte, dass nicht das Wildschwein Überträger der Schweinepest sei, sondern der Mensch, durch in der Natur entsorgte Lebensmittel.

Ehrungen

- Abzeichen der Landesjägerschaft Niedersachsen in Bronze: Wigbert Vogeley (Ausbilder seit 2010 und Lehrgangsleiter seit 2018); Hartmut Gundlach (Ausbilder und Schießaufsicht),

- Abzeichen des Deutschen Jagdverbandes in Bronze: Thomas Alves (Ausbilder), Holger Deuermeier (Schießobmann seit 2009), Martin Kalz (Schießstandleiter seit 2011 und Schießstandleiter seit 2017).

- Abzeichen des Deutschen Jagdverbandes in Silber: Klaus Horst (Verabschiedung als Schriftführer nach 15 Jahren)

- Urkunden und Nadeln für 40 Jahre Mitgliedschaft: Dieter Buhse, Horst-Joachim Ender, Georg Müller, Sven Rathgeber, Reinhard Schneider, Volker Thiele, Wolf-Rüdiger von Buttlar.

- Urkunden und Nadeln für 50 Jahre Mitgliedschaft: Karl-Heinz Held, Hans-Peter Helm, Manfred Kilian, Hans-Jürgen Röbbeling, Bernd C. Rompel, Karl-Eugen Schäfer.

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