Als Kaffee, Tee und Schokolade in Mode kamen

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Martina Krug (li.), die Leiterin des städtischen Museums, musste am Sonntag viele Fragen zu den gezeigten Ausstellungsstücken beantworten. Auch Andrea Hertwig (re.) und Ingrid Wenzel (Mitte) waren wissbegierig.

Hann. Münden. Ausstellungseröffnung "Auf den Spuren König Georgs in Hann. Münden".

Hann. Münden. Das müssen ja Zeiten gewesen sein – damals, anno 1714: Martina Krug, Leiterin des städtischen Museumstag eröffnete am Sonntag im Beisein von Bürgermeister Klaus Burhenne und mehreren Interessierten die Ausstellung "Auf den Spuren König Georgs in Hannoversch Münden – eine Stadt im 18. Jahrhundert" mit vielen kleinen Anekdoten aus einer Zeit, in der edle Herren gerne Tabak in Tonpfeifen rauchten und dem Wein zugetan waren, während sich das gemeine Volk mit Bier begnügte. Kaffee, Tee und Schokolade kamen in Mode und machten als Heißgetränke den bis dahin weit verbreiteten Alkoholika Konkurrenz. Lebkuchenformen aus Holz sorgten wohl für die Beilagen des einen oder anderen Kaffeekränzchen und Kleidungsstücke, wie die mit Leinen gefüllte Seidenweste oder  der Mini-High Heel in Schuhgröße 32 zogen im wahrsten Sinne des Wortes die Leute an. Ölgemälde von Georg I. und Georg II., Leihgaben aus der Ratsstube, zeigen, wie die Herrscher einst aussahen.

"Die Sonderausstellung stellt erstmalig rund 100 museumseigene Objekte aus dem 18. Jahrhundert wie auch Leihgaben aus dem Mündener Stadtarchivs aus. Sie sollen in einer Art historischer Puzzleteile aufzeigen, ob und wo sich Spuren des welfisch-britischen Könighauses und seiner Könige Georg I bis III. in Münden finden und beschreiben, wie im 18. Jahrhundert die Lebenswelt in einer hannöverschen Grenzstadt aussah", so Krug. Dazu dienen neben historischen Ansichten und Karten auch Akten des Stadtarchives sowie zeitgenössische Zitate über die Handelsstadt Münden.

Auf einem englischen Standglobus kann man die ersten Reiserouten der Expedition Cooks mit dem Schiffen nach Australien entdecken, den Leggestempel gemäß Georgs’ Erlass zur Linnenlegge, der den Verkauf von Mündener Leinen regelte, bewundern wie auch nach dem königlichen Monogramm G(eorgius) R(ex) suchen, das sich unter anderem auf Mündener Fayence, Altmündener Glas und eisernen Ofenplatten befindet. Bis zum 10. August ist die Ausstellung im städtischen Museum (Welfenschloss) von mittwochs bis sonntags täglich zwischen 13 und 16 Uhr zu sehen. Auch am 1. Mai und Christi Himmelfahrt stehen die Museumstüren offen.

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