Kampfmittelbeseitigungsdienst wechselt

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Göttingen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) wechselt zum 1. Januar 2012 von der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) zum Landesamt für Geoinforma

Göttingen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) wechselt zum 1. Januar 2012 von der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) zum Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN). Dem Wechsel liegt eine entsprechende Entscheidung der niedersächsischen Landesregierung vom 22. November dieses Jahres zugrunde. Der bisher als Dezernat 55 der Zentralen Polizeidirektion Hannover geführte KBD wird zum Dezernat 6 der Regionaldirektion Hannover des LGLN. Die Landesregierung erwartet mit der Umsetzung unter anderem nutzbringende Synergien bei der Luftbildauswertung und Kosteneinsparungen. Ansonsten bleibt die fachliche Arbeit des KBD von der organisatorischen Änderung weitestgehend unberührt. Das Land Niedersachsen hält weiterhin Personal und Technik bereit, um Kommunen bei der Kampfmittelbeseitigung im Rahmen der Amthilfe zu unterstützen. Die Aufgaben werden unvermindert wahrgenommen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KBD bleiben räumlich und funktional an ihren angestammten Arbeitsplätzen. Wolfgang Draken, Vorstandsvorsitzender des LGLN, und Peter Creuzer, Leiter der Regionaldirektion Hannover des LGLN, haben gemeinsam mit Behördenverantwortlichen der ZPD und dem Leiter des KBD Thomas Bleicher inzwischen die notwendigen Details für den Behördenwechsel erarbeitet. "Wir freuen uns auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit", so Draken, Creuzer und Bleicher übereinstimmend. "Ich danke allen Beschäftigten des KBD für ihre hervorragende Arbeit und ihr unermüdliches Engagement für die Sicherheit der Menschen in Niedersachsen", sagte Polizeipräsident Uwe Lührig zum Jahresende in Hannover. Er wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitetern einen guten Start an neuer Wirkungsstätte sowie viel Glück und Erfolg bei  ihrer schwierigen Arbeit, so Lührig weiter. "Die Zentrale Polizeidirektion mit ihren vielfältigen technischen Möglichkeiten bleibt im Rahmen der Amtshilfe ein verlässlicher Partner des LGLN und damit auch der Sprengmeister bei ihrer täglichen Arbeit."

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst

Die Zuständigkeit des KBD umfasst die Bergung, die Entschärfung, den Transport und die Vernichtung von Weltkriegsmunition. Derzeit sind 42 Fachleute an den Standorten Hannover, Munster und Achternholt damit beschäftigt, Kampfmittel verschiedenster Art zu beseitigen. Zur akuten Gefahrenabwehr werden jährlich rund 1200 Zufallsfunde gemeldet und erforderlichenfalls entschärft. 2011 wurden vom KBD über 200 Sprengbomben und circa 300 Tonnen weitere Munition geborgen. Diese hohen Zahlen resultieren aus dem Ausbau des JadeWeserPort und der Arbeiten im Bereich des ehemaligen Munitionslagers Eckertal (Harz). Eine weitere Aufgabe des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ist die Beurteilung und Bearbeitung von Bauanträgen durch eine Auswertung von Luftbildern. Pro Jahr fallen knapp 2500 Anträge an, bei denen eine Überprüfung von Grundstücken nach bislang unentdeckten Kampfmitteln notwendig wird.

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN)

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen ist landesweit zuständig für die Bereiche Geoinformation und Landentwicklung. Zu ihm gehören unter anderem alle Katasterämter, die Ämter für Landentwicklung, die Moor- und Domänenverwaltung und die Landesvermessung. Insgesamt werden rund 3200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an über 50 Dienstorten beschäftigt. Die Hauptstelle ist in Hannover in der Podbielskistraße 331. Weitere Informationen sind unter www.lgln.de zu finden.

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