Kapitän gewährte Einblicke in die Einsätze der Marine

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(V.li.) Michael Kühlewindt und Thomas Scheffler (Sparkasse Münden) Kurt Leonards, Fregattenkapitän der "Niedersachsen" und Bürgermeister Klaus Burhenne.

Hann. Münden. Kurt Leonards berichtete über Piraterie-Bekämpfung am Horn von Afrika.

Hann. Münden. Zu einem besonderen Sparkassengespräch lud die Sparkasse Münden kürzlich in das Welfenschloss ein. Gastredner war der Fregattenkapitän Kurt Leonards, der drei Jahre lang mit seiner Mannschaft auf der Fregatte "Niedersachsen" am Horn von Afrika im Anti-Piraterie-Einsatz tätig war.Den zahlreich erschienenen interessierten Zuhörern erklärte der Kapitän die Brisanz seiner Mission und führte den Besuchern deutlich vor Augen, wie dieser Einsatz im indischen Ozean tagtäglich aussieht.Das Horn von Afrika gehört seit Jahren zu den am stärksten von Piraterie gefährdeten Gebieten der Welt. Hinzu kommt, dass sich der Golf von Aden, der sich vor der somalischen Küste befindet, eine der zentralen Schifffahrtsrouten für den Welthandel ist. Im Jahr 2008 wurde die maritime Operation Atalanta von der Europäischen Union ins Leben gerufen. Dieser Marineverband wird primär zum Schutz humanitärer Hilfeleistungen und darüber hinaus zur Bekämpfung der Piraterie vor Somalia eingesetzt. Der Schutz der Schiffe des "World Food Programme" zur Sicherstellung der humanitären Hilfe für die somalische Bevölkerung stellt den Hauptauftrag der Operation dar und konnte bislang zu 100 Prozent erfüllt werden. Neben der militärischen Aufgabe übernimmt die Marine zunehmend auch zivile Missionen und unterstützt die Ausbildung der regionalen Küstenwachen und –polizeien am Horn von Afrika."Das ist kein einfacher Einsatz und fordert der Mannschaft des Schiffes allerhand ab. Zunächst die Trennung von der Familie auf lange Sicht, dann die extremen Klimabedingungen und nicht zuletzt eine fremde Kultur mit unabsehbaren Gefahren für Mensch und Schiff, erfordern höchste Einsatzbereitschaft", beschreibt der Kapitän die grundsätzliche Lage vor Ort. "Ein Gebiet 18mal größer als die Bundesrepublik ist zu überwachen und man weiß nie, wen man vor sich hat und welche Gewaltbereitschaft uns erwartet. Ein Menschenleben ist dort nichts Wert".Eindrucksvoll bebildert und verständlich mit Grafiken unterlegt verfolgten der Sparkassenvorstand Thomas Scheffler und Michael Kühlewindt gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Burhenne dem Vortrag Leonards.Viele Fragen hatten die Besucher am Ende des Sparkassengespräches an den Fregattenkapitän, der gern Auskunft gab und sich danach noch für kurze Gespräche bereit hielt."Ein gelungener Abend", stellte Scheffler fest. "Ein Thema, welches man zunächst nur aus den Nachrichten kennt, wurde uns eindrucksvoll näher gebracht. Auch wenn wir in einer "Drei-Flüsse-Stadt" leben und mit Wasser viel Erfahrung haben, so konnten wir uns doch ein lebendiges Bild von den Gegebenheiten vor der Küste Afrikas machen. Es freut mich, dass wir Gelegenheit hatten, diesen interessanten Erfahrungsbericht aus erster Hand zu erleben".

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