Karte bekommt Gesicht

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In Zukunft mit Foto des Versicherten: Die AOK-Karte. Foto: Privat

Eschwege. Die AOK Hessen startet mit dem Einholen der Passfotos für die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK). Rund 1,3 Millionen Versicherte wer

Eschwege. Die AOK Hessen startet mit dem Einholen der Passfotos für die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK). Rund 1,3 Millionen Versicherte werden dazu in den nächsten Wochen und Monaten entsprechende Schreiben erhalten. Insgesamt kann die Versorgung mit den neuen Karten aber bis 2013 dauern. Das kündigte jetzt Klaus Herwig, AOK-Chef für den Werra-Meissner-Kreis, an.

Hintergrund: Bis Ende des Jahres müssen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland nach dem Willen der Bundesregierung zunächst zehn Prozent ihrer Versicherten mit der eGK ausstatten. Ein Kernelement der neuen Chip-Karte ist die Identifizierbarkeit über ein aufgedrucktes Foto des Karteninhabers. So soll möglichem Missbrauch vorgebeugt werden, falls die Karte einmal verloren geht.

Keine eGK ohne Passfoto

Herwig erklärt: "Die versandten Schreiben enthalten einen Bildanforderungsbogen, auf den das Foto aufgeklebt wird, und einen bereits frankierten Rückumschlag." Außerdem besteht laut Herwig die Möglichkeit, ein Bild online zur Verfügung zu stellen. Unter www.aok.de/hessen/bild kann man nachlesen, wie das Foto aussehen sollte und über welche Funktionen die elektronische Gesundheitskarte zukünftig noch verfügen wird.

Doch ganz egal ob klassisch oder digital: Ohne Foto geht’s nicht. "Wer kein Bild einreicht, dem dürfen wir auch keine eGK ausstellen. Der Gesetzgeber ist hier eindeutig", betont Herwig.

EXTRA INFO

Die elektronische Gesundheitskarte löst nach und nach die heutige Krankenversichertenkarte ab. Hier ein paar Eckpunkte:

Wie sieht die eGK aus?

Zum Schutz vor Missbrauch befindet sich auf der Vorderseite das Passbild des Karteninhabers. Auf der Rückseite ist die Europäische Krankenversichertenkarte aufgedruckt.

Welche Daten werden auf der eGK gespeichert?

Zunächst nur die sog. Versichertenstammdaten wie Name, Geburtsdatum, Adresse und Krankenversicherungsnummer. Mittel- und Langfristig sollen dann medizinische Daten auf freiwilliger Basis hinzukommen.

Wer entscheidet über die Daten auf der eGK?

Grundsätzlich gilt auch in Zukunft für alle medizinischen Daten: Der Patient entscheidet, was gespeichert wird und wer die Daten lesen kann.

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