„Keine Rücksicht auf Besonderheiten“

Die Fokus-Studie prognostiziert nichts Gutes.
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Die Fokus-Studie prognostiziert nichts Gutes.

Bürgermeister kritisiert düstere Fokus-Studie.

Hann. Münden. In der Fokus-Studie "Strukturwandel im Einzelhandel – Gewinner und Herausgeforderte Mittelstädte" (wir berichteten) liegt die Stadt Hann.Münden im Ranking von 585 untersuchten Städten auf dem vorletzten Rang. Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener bezog dazu Stellung: "Für eine fundierte Bewertung der Untersuchungsergebnisse ist es wichtig, sich mit den Bewertungskriterien auseinander zu setzen. Die Studie stellt ihre Beurteilung im Wesentlichen auf die Entwicklung der Einzelhandelszentralität ab. Die Einzelhandelszentralität ist das Verhältnis der vom Mündener Einzelhandel getätigten Umsätze zu den einzelhandelsrelevanten Umsatzpotentialen der Mündener Bevölkerung. Der Mündener Einzelhandel schneidet dabei in der Studie schlecht ab" so Wegener.

Er kritisiert, dass die Studie kaum Rücksicht auf lokale Besonderheiten nimmt. "Weder werden städtebauliche Gesichtspunkte ausreichend berücksichtigt noch wird die Einzelhandelsentwicklung im Hinblick auf die Stärkung lokaler Versorgungszentren bewertet. Hätte die Stadt Hann.Münden vor Jahresfrist den geplanten Verbrauchermarkt am Bahnhof zugelassen, hätte das zu einem Zentralitätsgewinn von bis zu 7 Prozent und damit zu einem Aufstieg im Ranking der Studie um mehrere 100 Ränge geführt." Die damit verbundene Umsatzumverteilung und Schwächung gewachsener Versorgungszentren hätte in der Studie keine Berücksichtigung gefunden. Die Studie mache keinen Unterschied, ob die Einzelhandelsentwicklung im Stadtzentrum oder auf der "Grünen Wiese" erfolgte, so Wegener weiter.

"Ansiedlung von Frequenzbringern schwierig"

"Zentralitätsgewinne durch Einzelhandelsentwicklung in der Hann.Mündener Altstadt zu erzielen, ist ungleich schwieriger. Die Ansiedlung großflächiger Märkte als Frequenzbringer für die Altstadt ist aufgrund der relativ kleinteiligen Baustruktur kaum möglich. Eine spürbare Steigerung der Einzelhandelsumsätze lässt sich nur in Verbindung mit einer Qualitätsoffensive des bestehenden Einzelhandels erreichen. Hier sind die Einzelhändler in der Altstadt besonders gefordert", sagte der Bürgermeister abschließend.

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