Kinder sagten Sbasibo

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Staufenberg. 35 Kinder aus Tschernobyl besuchten die Region

Staufenberg. 35 Kinder im Alter von sieben bis vierzehn Jahren und ihre Betreuer aus der Region Tschernobyl waren kürzlich im Haus Waldfried in Staufenberg-Speele auf Initiative der Tschernobylkinderhilfe um Dörte und Uwe Franke zur Gast, um eine Pause vom tristen und gefährlichen Alltag zu genießen.. Den Kinder wurde ein buntes und abwechslungsreiches Programm geboten.

Schule, Schuhe und Schwimmbad

Zunächst stand der Besuch der Willy-Brand-Schule auf dem Programm. Mit sichtbarer Freude und großem Engagement hatten die Schülerinnen der Klasse 11 C MF (Medizinische Fachangestellte) an auf Initiative ihrer Klassenlehrerin Bettina Lomen im Rahmen eines Projektes im Politikunterricht den eingeladenen 35 Tschernobylkindern ein abwechslungsreiches, kurzweiliges Programm beschert: Sportspiele in der Turnhalle, Kinderschminken, Malen und Mandalas und ihrer Ausbildung entsprechend das Anlegen von Verbänden. Zu guter Letzt labten sich alle gemeinsam am delikaten Buffet, welches einige Schülerinnen phantasievoll zubereitet hatten.Dann ging es zum "Schuhkauf” im Siemes Schuh-Center. Eingeladen hatte Michael Turba, Vorstandsvorsitzender der SMK Versicherungsmakler AG, der eigens aus Gießen angereist war. Er sorgte dafür, dass jedes Kind zwei Paar Schuhe erhielt, ein Paar nach eigener Wahl und ein nützliches Paar für die häuslichen Verhältnisse bei Matsch und Winterwetter. Die Qual der Wahl war groß, insbesondere bei den Mädchen, die fasziniert vom High-Heel-Angebot waren."Neue Schuhe sind eine kaum vorstellbare Kostbarkeit für die kleinen verstrahlten Seelen" betonte Uwe Franke und freute sich mit seinen Schützlingen über die großzügige Hilfe von Michael Turba, der sich auch im nächsten Jahr für eine weitere Kindergruppe aus der Tschernobylregion engagieren will.Petra Breitenstein, Chefin des Siemes Schuhservices, und ihre freundlichen Mitarbeiterinnen maßen hilfsbereit unermüdlich die Füße ihrer jungen Kunden. Jede Schuhtüte wurde zudem am Schluss von ihnen mit Süßem bereichert.Zur Stärkung ging es dann zum DEZ; die seit vielen Jahren bei den jeweiligen Tschernobylkindern engagierte Eva-Maria Weber lud zum großen Eis ein. Genau das richtige an diesem heißen Tag.Relaxen konnten die Kinder aus Tschernobyl dann in der Kurhessentherme. Rund zwei Stunden lang tobten und planschten die Kinder in der exotischen Thermallandschaft. Auf Einladung des Geschäftsführers der Kurhessentherme, Michael Dunkel, genossen sie dann noch ein leckeres Essen bei Küchenchef Harald Möller im Thermenrestaurant.

Liederabend begeisterte die ZuhörerFür ihren unvergesslichen Erholungsaufenthalt in Staufenberg bedankten sich die Kinder und ihre Betreuer am 6. Juli mit einer anrührenden Abendmusik in der Speeler Friedenskirche. Sichtlich ergriffen lauschten die Zuhörer den frisch vorgetragenen Liedern der Kindergruppe und den begabten jungen Solisten Anna (Akkordeon), Swetlana (Geige) und Elia (Trompete).Die Herzen der Zuhörer waren schnell erobert. Musikalität, ein Geschenk, das ihnen in die Wiege gelegt wurde.Organisator Uwe Franke dankte herzlich den Sponsoren und Helfern dieser Ferienzeit, ohne die ein solches Projekt undenkbar sei. Eindrucksvoll berichtete er von seiner Reise im März in die Ukraine, von seinen Besuchen in Not leidenden Familien, aus denen je ein besonders geschwächtes Kind für den Erholungsaufenthalt ausgewählt wurde, der Wichtigkeit seiner errichteten Suppenküche für Straßenkinder, den unglaublich armen Zuständen allgemein und der Tatsache, dass sich seit der Perestroika nichts verbessert, sondern die Lebensumstände sich dramatisch verschlechtert haben.Er appellierte überzeugend für die Notwendigkeit dieser jährlichen Erholungsaufenthalte und an die Anwesenden, ihre Hilfsbereitschaft fortzusetzen.

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