Kinderspiel mit Krokodil

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Zahm und lieb: Das Holzkrokodil, gefertigt vom Forstamt Hann. Münden, ist eines von drei neuen Spielgeräten, die der Vorstand der Frauenunion mit (v.li.) Ute Brandes, Sylvia Flor-Gerth, Angelika Deutsch (Vorsitzende) und Elke Unkenbold in der vergangenen Woche offiziell der Öffentlichkeit zu Verfügung stellte. Bürgermeister Klaus Burhenne ist begeistert.

Hann. Münden. Frauenunion setzt sich für Spielgeräte in den Wallanlagen ein.

Hann. Münden. Ein Krokodil macht seit kurzem die Wallanlagen sicher an der Bahnhofstraße unsicher. Doch keine Angst, das rund 3,50 lange Wildtier ist aus Holz geschnitzt und lädt zum Balancieren oder Ausruhen ein. Gestiftet hat es neben hölzernen Wasserlilien und einem Drehbalken  die Mündener Frauenunion. In einem Zeitraum von fast zwei Jahren verkaufte die Gruppe gespendete Bücher in der Fußgängerzone und nutzte auch den Weihnachtsmarkt, um Spenden einzusammeln. Insgesamt 2.100 nahmen die Mitglieder in die Hand, um die Spielgeräte der Öffentlichkeit zu Verfügung stellen zu können. Unterstützt wurden sie durch den Überschuss aus der Stapelmahlzeit, die die Stadt jährlich guten Zwecken zu Verfügung stellt. "Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Mitarbeitern des Forstamtes Hann. Münden, die das Krokodil gebaut haben und bei den Kommunalen Diensten, die alle Spielgeräte aufgebaut haben", informierte Angelika Deutsch, die Vorsitzende des Frauenunion-Stadtverbandes. Hand legten die Damen schließlich auch selbst an, um das Krokodil farblich zu gestalten. "Unser Anliegen ist es, die Attraktivität der Spielplätze zu verbessern und neue Spielmöglichkeiten zu schaffen. Die Eltern wünschen sich auch in Innenstadtnähe und im Bereich der Fußgängerzone vermehrt Spielzonen, in denen Familien mit ihren Kindern – auch während ihres Einkaufes – verweilen können. Oft bedarf es nicht hoher Kosten, um einen Spielplatz attraktiver für die Kinder zu gestalten, sondern vielmehr Engagement und Einfallsreichtum, um Spielplätze als einen Ort der Begegnung und Kommunikation von Jung und Alt entstehen zu lassen. Dies könnte auch mit der Schaffung von Generationenspielplätzen verwirklicht werden", so Deutsch. Ziel der Frauenunion im kommenden Jahr sei es, weitere Spielmöglichkeiten in der Innenstadt zu schaffen und einen Kinderstadtplan für die Dreiflüssestadt zu entwickeln, der dann kostenlos in Geschäften und Schulen verteilt werden könnte, erklärte Deutsch.Wie Bürgermeister Klaus Burhenne erläuterte, habe sich das Ehrenamt in seiner Amtszeit verdoppelt. Die Frauenunion habe mit ihrem freiwillige Einsatz etwas sichtbares geschaffen, das vor allem Familien mit Kindern zugute käme, die keinen eigenen Garten hätten. Dank der Bänke neben den Spielgeräten könnte sich der Standort zu einem Treffpunkt der jüngeren Generationen entwickeln.

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