Hedemündener Festumzug zeigt Geschichte im Zeitraffer

Freiwillige Feuerwehr Hedemünden in Uniformen wie vor 117 Jahren.
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Freiwillige Feuerwehr Hedemünden in Uniformen wie vor 117 Jahren.
Impressionen vom Festumzug 2017 in Hedemünden
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Impressionen vom Festumzug 2017 in Hedemünden
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Impressionen vom Festumzug 2017 in Hedemünden
Die Hedemündener Motorradfreunde als Germanen und Wickinger auf ihrem Südholzmoped.
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Die Hedemündener Motorradfreunde als Germanen und Wickinger auf ihrem Südholzmoped.

Teilnehmer tauchten in die Vergangenheit ein und sorgten für ein Highlight der diesjährigen Kirmes

Hedemünden. 1.000 Jahre Geschichte in einen Kirmesumzug zu packen ist gar nicht so leicht. Den Hedemündener ist das am vergangenen Sonntag beim Festumzug im Rahmen der Kirmes sehr gut gelungen. Die Wagen mit ihren Aufschriften, zusammen mit den Kommentaren der beiden Moderatoren Matthias Adam und Achim Spangenberg, ergaben einen Streifzug durch die Geschichte. Den Festumzug führte die Mitglieder des Kirmesvereins an, gefolgt vom historisch gekleideten Ortsrat. „Die Römer waren schon vor 2000 Jahren hier“. Die HSV Wandergruppe und der Club der Senioren haben den 550-Kilometer-langen Limes, achtmal „abgewandert!“. Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hedemünden spielten „Römerkinder“. Asterix und Obelix trugen den „Hinkelstein“.

Dann kamen „Germanen und Wikinger“ auf dem „Südholzmoped“, einem historischen Motorrad. Betrieben, also gezogen, wurden solche „Geräte mit Met“. Motorradfreunde fertigten es „in sieben Tagewerke Arbeit, bei 60 Liter Bier und mit Unterstützung von acht bis zehn Sklaven“. Die Schaulustigen erfahren, dass Heinrich II Hedemünden dem Kloster Kaufungen geschenkt hatte. Es ist die „erste urkundliche Erwähnung“ im Jahre 1017. In einer Burg „Hademinni“ lebten des Kaisers Ritter. „Im Auftrag des Herrn unterwegs“ ist die Kirchengemeinde. Sie erinnern an den Reformator Dr. Martin Luther. Vor 500 Jahren mahnte er „Red‘ was wahr ist, iss was gar ist, trink was klar ist“. Die Mitarbeiter des Stadtforstes kamen mit einem historischen Holzwagen, gezogen von „Rückepferden“. Eine andere Fußgruppe führte eine Kuh und eine Ziege, denn Hedemünden war eine „Ackerbürgerstadt“. Die Angelfreunde Hedemünden saßen in einem „Angelboot“. Drumherum Netze und allerlei Dinge zum Fischfang. Sie feiern in diesem Jahr ihr 25jähriges Jubiläum. Ebenfalls aus der eher neueren Vergangenheit war die Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr. Jeder der Männer hatte einen Schnurrbart, trug einen Helm auf dem Kopf und war bekleidet mit braunem Hemd und schwarzer Hose. Es sind Uniformen wie vor 117 Jahren. Sie zogen eine historische Handruckspritze. Feuerwehrfrauen liefen ihren Männern nach, „um sie nach Hause zu holen“. Die Jugendfeuerwehr war in „Säcken“ gehüllt. Ihr Motto, gemeinsam für die Zukunft, „wir ziehen alle an einem Strang“.

Freiwillige Feuerwehr Hedemünden in Uniformen wie vor 117 Jahren.

Die Währung der 20er Jahre war Reichsmark. Es wurde „mit Millionen bezahlt!“ Die „Millionärs-Siedlung“, früher Meenser Straße, heute Obere Trift entstand. Kopien von „Reichsbanknoten“ über zwanzigtausend, hunderttausend oder zehn Millionen Mark klebten am Umzugswagen. Lars Rotzsches „Allgreier Dieselschlepper“ stammt aus dem Jahr 1949 und der „Lanz Bulldog“ von 1937. Die Firma Oppermann zeigte einen Traktor „Hannomag“ von 1946 und eine Raupe von 1942. Hedemünden hatte auch eine Brauerei. Mündens Ex-Bürgermeister Klaus Burhenne lenkte einen Wagen der Einbecker Brauerei. Zum Erntedankfest im Jahr 1930 fuhren die Frauen ganz in Weiß. Die 1837 gegründete Chorvereinigung, Hedemündens ältester Verein, ist in der Mode jener Zeit gekleidet. Damen trugen Peticoats der 50er Jahre, Kräuterfrauen Blumenkränze auf dem Kopf, der gesamte Zug war bunt und abwechslungsreich. Kritik kam vom DRK Kindergarten. Die Krippe hat bauliche Mängel. „Unter unserem Krippenhaus lebt leider die Maus“. Ortsrat und alle Vereine aus der Ortschaft Oberrode grüßten aus der Nachbarschaft. Musikalisch begleitet wurde der Zug von der Feuerwehrkapelle Breitenholz, dem Musikzug „The Devils“ aus Witzenhausen, den Brackenberger Jagdhornbläsern und dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Ebergötzen. Die Freiwillige Feuerwehr Oberrode sicherte den Umzug.

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