Klares Bekenntnis zur A44

Schler des BG Eschwege prsentierten ihre Arbeit in FrankfurtEschwege/Hessisch Lichtenau/Frankfurt. Wir brauchen den Lckenschl

Schler des BG Eschwege prsentierten ihre Arbeit in Frankfurt

Eschwege/Hessisch Lichtenau/Frankfurt. Wir brauchen den Lckenschluss der A44, aber nicht den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden. So lautete das Fazit von Sebastian Baier, Andreas Brand und Eric Lange vom Beruflichen Gymnasium Eschwege. Die Schler untersuchten Vor- und Nachteile beider Infrastrukturmanahmen. Mit ihrer Prsentation gewannen sie beim landesweiten Wettbewerb der Frankfurter Rundschau und der Vereinigung hessischer Unternehmerverbnde. Vergangene Woche trugen sie ihre Ergebnisse einem fachkundigen Publikum aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Frankfurt vor. Whrend in Sdhessen die Bevlkerungs- entwicklung zunehme, schrumpfe Nordhessen massiv. Die Erklrung sei einfach. Menschen mssen dort hinziehen, wo Arbeit sei.

Arbeitspltze entstnden nur dort, wo eine intakte Infrastruktur angeboten wrde. In der anschlieenden Diskussion freute sich Brgermeister Jrgen Herwig ber die Argumente fr einen Lckenschluss der A44. Wenn jemand in Eschwege wohnt, dann will er keine Stunde nach Kassel fahren. Dafr sprachen sich auch der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Dr. Walter Lbcke und Landtagsvizeprsident Lothar Quanz (SPD) aus. Sie lieferten sich mit Otto Lwer vom BUND eine lebendige Auseinandersetzung. Dieser bewertete die Auflagen des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zum Weiterbau der A44 als einen Erfolg fr die Natur.

Erfreut zeigte sich der BUND-Vertreter ber das Fazit der Schler zum Flughafenausbau. Aufgrund der Nhe zum Flughafen Paderborn sei der Nutzen fr hiesige Unternehmen eher gering. berdies seien die prognostizierten Passagierzahlen fraglich. Ulrich Spengler, IHK Kassel, entgegnete, dass interessierte Investoren fr Nordhessen einen Flughafen nachfragen. Zugleich musste er aber einrumen, dass der Flughafen aktuell knapp zwei Millionen Euro Verlust erwirtschafte. Die Ertrge deckten nicht die Betriebskosten.Der Leiter des Wirtschaftsressorts der Frankfurter Rundschau, Robert von Heusinger, lobte in seiner Laudatio die Ausgewogenheit und Substanz der Arbeit. Hier waren keine Ideologen am Werk, sondern beeindruckender Pragmatismus. Betreut wurden die Schler von ihrem PoWi (Politik und Wirtschaft)-Lehrer Claus Wenzel. (wer)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.