Krankenhausfusion: Jetzt fehlen nur noch die Unterschriften

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Hann. Münden. Gute Neuigkeiten in Sachen gemeinsamer Zukunft des Nephrologischen Zentrums Niedersachsen (NZN) und des Evangelischen Vereinskrankenhau

Hann. Münden.Gute Neuigkeiten in Sachen gemeinsamer Zukunft des Nephrologischen Zentrums Niedersachsen (NZN) und des Evangelischen Vereinskrankenhauses (VKH): Der Landkreis Göttingen unterstützt das Vorhaben beide Krankenhäuser zusammen zu führen. Damit steht der Fusion beider Häuser nichts mehr im Wege."In der Sache Krankenhaus-Fusion sind wir nun am Ziel. Es ist nun auch der letzte Stein aus dem Weg geräumt. Der Landkreis Göttingen kann, ohne das Land einzuschalten, handeln. Ich bin seit heute morgen um 5 Uhr unterwegs, weil ich noch vor dem Wochenende eine Klärung wollte, denn alles andere wäre für die Beschäftigten zu einem unmöglichen Nervenspiel geworden", teilte der Landtagsabgeordnete Ronald Schminke (SPD) am Freitag der Mündener Rundschau mit. Schminke hatte die Fusion mit vorangetrieben und wird von der AWO Gesundheitsdienste gGmbH (AWO GSD) als  wichtiger Vermittler im Fusionsprozess bezeichnet. Die Verträge sollen voraussichtlich am Montag unterzeichnet werden. Damit hätten die beteiligten Verhandlungspartner – das NZN, AWO GSD, die Stadt Hann. Münden und die Sparkasse der Dreiflüssestadt, deren positive Verhandlungsbreitschaft vor allem Bürgermeister Klaus Burhenne lobte, den Zusammenschluss in endgültig trockene Tücher gewickelt. Damit können etwa 250 betroffende Arbeitnehmer aufatmen.

Weitere Statements der AWO Gesundheitsdienste gGmbH und des Vereinskrankenhauses  finden Sie hier:

Hann. Münden. "Wir versuchen gerade einen Wachstumsprozess zu initiieren, der der Sicherung und Ausweitung der Arbeitsplätze in der Gesundheitswirtschaft in Hann. Münden dienen soll", informiert AWO Gesundheitsdienste gGmbH Geschäftsführer Volker Behncke über den Zusammenschluss der Krankenhäuser Nephrologisches Zentrum Niedersachsen (NZN) und Evangelisches Vereinskrankenhaus Hann. Münden (VKH). Darum seien für die AWO GSD die Äußerungen der Linken-Vertreterin, Kirsten Klein, in der Ratssondersitzung vollkommen unverständlich und könnten nur populistisch gesehen werden. Fast einstimmig hatte sich der Rat für die Fusion und die Nachfolgenutzung für die VKH-Liegenschaft ausgesprochen. "Was wir herausragend und lobenswert finden, das sich gerade der Landtagsabgeordnete Schminke über die Weihnachtszeit eingesetzt hat, dass die Transaktion erfolgreich über die Bühne geht und besonders für die VKH-Beschäftigten", sagt Behncke. Denn Schminke habe im besonderen Maße im Kontakt mit den Mitarbeitern des VKH gestanden, sich für deren Arbeitsplätze eingesetzt, ein Eilschreiben formuliert, nach Hannover gereist sowie Gespräche mit dem Innenministerium geführt und somit entscheidend zum Gelingen des Transaktionsprozesses beigetragen. Durch die Transaktion werden die VKH-Arbeitsplätze gesichert, denn bei einer Insolvenz würden alle wegfallen. Durch das Nachnutzungskonzept werden sogar mehr Arbeitsplätze entwickelt, auch im Hinblick auf die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen, teilt die AWO GSD mit. Zudem soll es keine Gehaltskürzungen geben: "Es wird nichts gekürzt, im Gegenteil, die Bedingungen des Notlagentarifvertrags, der bis 31.12.2011 befristet ist, werden aufgehoben, was letztendlich bedeutet, das mehr Geld bezahlt wird", klärt Geschäftsführer Behncke auf. Auch gäbe es keine Privatisierung der Gewinne: "Wir sind kein privater Gesellschafter, sondern ein gemeinnütziger Verband, der sein erwirtschaftetes Ergebnis zu 100 Prozent in die Weiterentwicklung seiner Einrichtung investiert", erklärt der Geschäftsführer die Struktur. Außerdem: Die geäußerten Bedenken, dass die Zahl der Betten von der AWO GSD als neue Gesellschafterin gekürzt würden, stimmen nicht, denn die Bettenstruktur und -anzahl werde vom Land vorgegeben. Die AWO GSD ist durch die Übernahme der VKH gGmbH bereit, die unmittelbar drohende Insolvenz mit all den negativen Folgen für die Beteiligten zu verhindern. Allerdings sei dies nur gemeinschaftlich mit der Unterstützung aller Partner und Parteien möglich", resümiert Behncke und so seien alle aufgerufen an dem Zukunftskonzept mitzuarbeiten.

Hann. Münden. Die Mitarbeitervertretung setzt alle Hoffnungen auf die bevorstehende Fusion der Krankenhäuser VKH und NZN. Es besteht nun die Chance, mit dem neuen Klinikum Münden die medizinische Grundversorgung am Standort Münden insgesamt zu erhalten und auszubauen. Dies gilt ins besondere auch für die vorgesehene REHA-Nachnutzungsvariante im VKH und für die verbreiterte Ausbildungsperspektive, sowie für das Fachärztezentrum. Wir unterstützen alle Anstrengungen, um dieses Konzept erfolgreich umzusetzen. Aus Sicht der MAV wäre es wünschenswert, wenn politische Auseinandersetzungen unterbleiben könnten. Sie bringen nur Unruhe und die Mitarbeiter des Vereinskrankenhauses brauchen jetzt die Unterstützung aller Parteien. Die MAV dankt dem Landtagsabgeordneten Ronald Schminke, der uns jederzeit, auch an den Feiertagen, mit neuesten Informationen zum jeweiligen Verfahrensstand versorgt hat und in einer Personalversammlung referiert und die Fragen der Beschäftigten beantwortet hat. Ebenfalls Dank gilt auch dem Rat der Stadt Münden für die fast einstimmige Unterstützung für das Nachnutzungskonzept.

Gez. Die Mitarbeitervertretung des Evangelischen Vereinskrankenhauses

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