"Stärke liegt in Gemeinschaft": Krisenstäbe danken Helfern in der Corona-Krise

Freiwillige sind wichtige Helfer bei der Bekämpfung der Pandemie

Göttingen. In der Corona-Krise sind bislang ungekannte, auch gegensätzliche Aufgaben zu meistern. Das öffentliche Leben ist massiv eingeschränkt. Zugleich müssen die Menschen mit dem Dringendsten versorgt werden. Die Behörden und Krisenstäbe arbeiten unermüdlich, die zweifache Herausforderung bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie zu koordinieren.

Das gelingt mit der Unterstützung von tatkräftigen Helferinnen und Helfern, Ehrenamtlichen und Freiwilligen. „Es ist eine Aufgabe, die größten Probleme zu identifizieren und schnell Lösungen zu finden. Das leisten wir in den Krisenstäben, zusammen mit Gesundheitsamt. Eine andere aber ist es, diese Lösungen auch umzusetzen. Das schaffen wir dank vieler hilfreicher Hände in allen Städten und Gemeinden des Landkreises“, sagt Kreisrätin Marlies Dornieden, Leiterin des Krisentabes des Landkreises. Stadträtin Petra Broistedt, Leiterin des Krisenstabes der Stadt Göttingen, macht deutlich: „Die hauptamtlich Verantwortlichen sind auf die Unterstützung von Partnerinnen und Partnern, darunter viele Ehrenamtliche, angewiesen. Die Stärke liegt eindeutig in der Gemeinschaft. Wenn wir alle zusammenhalten, können wir die aktuellen Herausforderungen meistern.“

"Helden des Alltags"

„In Stadt und Landkreis Göttingen gibt es sie, die Heldinnen und Helden des Alltags. Ob der Verkäufer im Supermarkt, die Ärztin in der Notaufnahme oder die Leute von der Müllabfuhr: Sie alle tragen dazu bei, dass eine lebensnotwendige Infrastruktur aufrechterhalten bleibt“, führt Broistedt weiter aus. Dornieden erklärt: „Wo gewohnte Dienstleistungen fehlen und sicher geglaubte Strukturen wegbrechen, sichern Freiwillige und Ehrenamtliche die Versorgung und Betreuung der Menschen. Das klappt flächendeckend im Landkreis. Das ist außergewöhnlich.“

Zusätzlich nennt sie den Aufruf des Landkreises, selbstgenähte Stoffmasken zu spenden und bei den Gemeindeverwaltungen abzugeben. Die Masken würden in großer Zahl beim Landkreis eingehen und gezielt wieder verteilt. Unter anderem würden Gemeindefeuerwehren, möglichst mit Masken aus diesen Gemeinden, ausgestattet. Das werde dankbar angenommen. Gemeinsam danken Broistedt und Dornieden den Partnerinstitutionen – zum Beispiel Hilfsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Einheiten des Katastrophenschutzes. Und sie sprechen allen Ehrenamtlichen, die sich in den Städten und Gemeinden des Landkreises aktiv sind, ihren Respekt für das unverzichtbare Engagement aus.

Zugleich appellieren Sie an die Menschen im Landkreis, die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie zu unterstützen. „Jede und jeder ist gefordert, einen Beitrag zu leisten“, sagt Broistedt. Es gelte, Abstandregeln und Kontaktbeschränkungen einzuhalten und Ältere und Geschwächte zu schützen, indem Besuchsverbote respektiert würden: „Diese Maßnahmen retten Leben. Sie helfen, die Ausbreitung des Virus‘ zu verlangsamen und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu schützen.“ Dornieden fordert dazu auf, weiterhin Hilfebedürftige zu unterstützen – bei der Versorgung mit Lebensmitteln, bei der Begleitung zu Arztbesuchen, bei der Versorgung von Haustieren und anderem mehr: „Wir bewähren uns gerade als Gesellschaft. Diese Krise ist eine große Belastung, sie bringt aber auch das Beste in den Menschen hervor. Das macht mich dankbar.“

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