Künstlerin zeichnet Fachwerkfünfeck-Denkmäler in Tusche

Isa Fischer bei der „Arbeit“.

Isa Fischer ist Chronistin des DenkmalKunst-Festivals im Fachwerkfünfeck - und damit auch in Münden unterwegs.

Hann. Münden/Northeim. Warm eingepackt, das Motiv immer fest im Blick sitzt die Frau mit den wallenden Locken vor dem prächtigen Fachwerkbau. Schnell sind die wichtigsten Umrisse der Fassade festgehalten – dann beginnen die Feinarbeiten. Und die sind bei einem Fachwerkgebäude erheblich aufwendiger, als bei den Häusern, die Isa Fischer aus ihrer Heimatstadt Bremen gewohnt ist.In dieser Woche war die Künstlerin erstmals unterwegs im Fachwerkfünfeck – als Chronistin. Im Auftrag der Leitung vom Festival "Denkmal!Kunst Kunst!Denkmal" 2017 (kurz: DKKD) wird Isa Fischer nämlich im Vorfeld des Festivals ausgewählte Denkmäler mit Feder, Tusche und Aquarellfarbe porträtieren. Erste Stationen waren jetzt Northeim und Hann. Münden.

Ihre Zeichnungen von Gebäuden haben Isa Fischer weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt Bremen hinaus bekannt gemacht. Sie zeichnet Häuser, Plätze, Straßenzüge und Hafenanlagen und sie macht das auf eine unverkennbare Weise mit einem ganz eigenen leichten "Strich". Natürlich arbeitet sie in der Regel draußen, was bei den derzeitigen Wetterverhältnissen ja schon eine kleine Herausforderung darstellt.Doch hier draußen vor Ort kommt sie oft auch mit Menschen ins Gespräch, und genau das scheint die Künstlerin sehr zu mögen, denn hier erfahre sie, so Fischer, viele kleine Details zu den porträtierten Objekten. Und genau diese Kleinigkeiten vermitteln ihr die verborgenen Wesenszüge der bloßen Fassade und geben ihr ein Gefühl für den wahren Charakter der Immobilie.

Die Einmaligkeit jedes Bauwerks darstellen

Diese Einmaligkeit eines jeden Bauwerkes darzustellen liegt der Künstlerin am Herzen, was man ihren Zeichnungen durchaus auch ansieht. Aufgrund eines persönlichen Kontakts mit der Festivalleitung wurde Isa Fischer auf das bevorstehende kulturelle Ereignis in Südniedersachsen aufmerksam und war sofort bereit die Aufgabe einer zeichnerischen Chronistin zu übernehmen.

So wird man die "Denkmal-Chronistin" wohl in nächster Zeit des Öfteren – auf mitgebrachtem Klappstuhl mit Zeichenblock und Maluntensillien – in einer der FachwerkFünfEck Städte antreffen können. Immer ein besonderes Denkmal fest im Visier, das sie nach ihren ganz persönlichen Eindrücken abbildet. Dabei stört es sie übrigens überhaupt nicht, wenn sie auch einmal angesprochen und zu ihrer Arbeit befragt wird.

Ab Herbst 2017 wird die Bremer Künstlerin dann auch einige ihrer Werke im Rahmen des Festivals ausstellen und darüber hinaus ihre Hausporträts durch Innenansichten ergänzen und damit die einmalige Festival-Atmosphäre festhalten.

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