Kultur in Denkmälern

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(V.li.) Friedhelm Meyer, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt eG überreicht Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin der documenta, einen Blumenstrauß. Daneben Hermann Staub, 1. Vorsitzender des eingetragene Trägervereins DenkmalKunst.

Das war die Eröffnung des DKKD-Festivals im Mündener Welfenschloss

Hann.Münden. Endlich ist es so weit! Das sechste Denkmalkunstfestival ist gestartet. An 16 Ausstellungsorten geben 140 einzelne Künstler „kunstvolle Einblicke“ in ihr kreatives Schaffen. Friedhelm Meyer, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt eG begrüßte am Freitagnachmittag die 300 Gäste im Rittersaal des Welfenschlosses. Es sei ein neuer Ort für die Eröffnungsveranstaltung. Denn „es muss anders werden, wenn es besser werden soll“. Bisher war der Veranstalter Bernd Demandt, nun ist es der eingetragene Trägerverein DenkmalKunst mit dem ersten Vorsitzenden Hermann Staub. Noch nie habe er vor so vielen Leuten gestanden, begann Staub seine humorvolle Begrüßungsrede. Was hätten wohl seine Eltern gesagt? „Nimm die Hände aus der Hosentasche, verbeuge dich“. Das Publikum lachte. Staub dankte allen Sponsoren, besonders der Volksbank, die als Hauptsponsor das Festival „finanziell und ideell großartig unterstützt“. Aber auch den politischen Vertretern, die öffentliche Mittel zugesagt haben und der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Harald Wegener dankte er für die „gute Zusammenarbeit“. Bewunderung und Dank richtete er an die „Mitstreiter“, die in „fünfzehntausend Arbeitsstunden, Freud und Leid geteilt“ hätten. Für sie habe er sich extra einen Hut gekauft, „damit ich ihn vor Euch ziehen kann“. Das Kunstfestival sei entstanden aus Protest. Gebäude sollten abgerissen werden, jetzt hätten 20 Gebäude den Eigentümer gewechselt. Grußworte sagte auch Wegener, Schirmherr des Festivals. Er dankte ebenfalls den Sponsoren für deren Spenden von „Geld, Raum und Zeit“. Es ermöglicht, „die Stadt einmal ganz anders zu entdecken“. Das Festival stärke die Stadt „touristisch und kulturell“ und inspiriert zum „Nachdenken und Staunen“. Am Ende wird die „schönste Installation“ ein Preisgeld erhalten. Auch Friedhelm Meyer kündigte einen „Publikumspreis“ an.

„Alle Helfer sind Helden“

Folkert Groeneveld, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, betonte, „der Same ist aufgegangen“. Hann Münden sei in „vielen Dingen Vorbild“. So sei der KunstNetz e.V., die Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt eG und der Förderverein Mündener Altstadt e. V. entstanden. In Osterode habe dieses Jahr schon ein Kunstfestival stattgefunden. „Was einer nicht kann, das können viele, so der Genossenschaftsgedanke. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind Helden. Seien sie stolz auf diese Stadt.“ Dr. Sabine Schormann ist Generaldirektorin der documenta in Kassel. Auch die documenta sei aus Bürgerinitiativen entstanden. Sie verändere die Stadt, erschließe „neue Gebäude“. Als Beispiel nannte sie das „Hugenottenhaus“, das ein Kassler Unternehmer gekauft habe und das jetzt für Kunstausstellungen genutzt werden wird. Der „Dreiklang, Denkmal, Kunst und Engagement“, verbinde, wecke Verantwortungsgefühl und verbessere die Lebensqualität.

Die Künstlerin Anne Löper „malte“ mit Sand immer wieder neu entstehende Gemälde, die gleichzeitig per Beamer auf eine große Leinwand projiziert wurden. Sie zeigte, wie sich das Stadtbild von Münden im Laufe der Jahrhunderte änderte. Am Ende zeigt es zwei Autofahrerinnen, die das DenkmalKunst-Festival besuchen. In den Sprechblasen: „DenkmalKunst, Juchhu!“. Musikalisch unterhielt das Duo Franco Di-Grazia „Absolut Unplugged“.

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