Kunden sollen am Erfolg teilhaben

Geschftsbericht 2006: VR-Bank setzt verstrkt auf Service und KundenbindungVon HELGA WERNHARDTWerra-Meiner-Kreis. Wir versteh

Geschftsbericht 2006: VR-Bank setzt verstrkt auf Service und Kundenbindung

Von HELGA WERNHARDTWerra-Meiner-Kreis. Wir verstehen uns als die Bank in der Region, die ihren Geschftspartnern und Kunden nahe ist. Diese Nhe und Ansprechbarkeit will die VR-Bank Werra-Meiner als oberste Prioritt weiterhin erhalten. In Hessisch Lichtenau fand krzlich die Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank statt, an der ber 100 Mitglieder, 100 Mitarbeiter sowie rund 20 Gste teilnahmen.Die Vorstandsmitglieder Stefan Fross und Uwe Linnekohl, machten keinen Hehl daraus, dass die Fusion der Volksbanken mit den Raiffeisenbanken im Jahr 2000 ein schmerzlicher Prozess war; um so positiver konnten die Zuhrer zur Kenntnis nehmen, dass die Sanierungsphase der Bank frher als geplant abgeschlossen werden konnte mit positivem Ergebnis. InterviewWas bedeutet das fr die Kunden und die VR-Bank? Der MARKTSPIEGEL sprach mit Stefan Fross und Uwe Linnenkohl.MARKTSPIEGEL: Herr Fross, auf der Vertreterversammlung betonten Sie, dass Sie den persnlichen Service vor Ort aufrecht erhalten wollen. Ist so etwas nicht sehr kostenintensiv in Zeiten, in denen Direktbanken kostenfreie Girokonten anbieten?Fross: Die Geiz-ist geil-Mentalitt trifft auch das Bankwesen. Die Konkurrenz ist gro. Doch ich frage mal ganz einfach: Frdert eine Direktbank Wirtschaft, Handwerk, Kunst und Soziales vor Ort? Wie viele Ausbildungspltze bietet sie? Wir haben uns jedoch in der Region etabliert und wollen persnlicher Ansprechpartner und Berater fr Privatkunden und Firmen sein und bleiben. Dies hat den Vorteil, dass man miteinander im Gesprch bleibt und auch Lsungen bei schwierigen finanziellen Problemen erarbeiten kann. Das hat sich bereits in der Vergangenheit bezahlt gemacht. Worin uert sich dies?Fross: Beispielsweise hat unsere Bank gemeinsam mit ihren Kunden von dem wirtschaftlichen Aufschwung profitiert, der sich auch in unserer Region bemerkbar gemacht hat insbesondere in den Bereichen Maschinenbau, Engineering und erneuerbare Energien. Wenn es der mittelstndischen Wirtschaft besser geht, kann grozgiger gehandelt werden, beispielsweise in der Kreditvergabe. Dadurch verstrkt sich das Eigenkapital, was wiederum den Kunden zu Gute kommt.Wofr wird das Eigenkapital noch verwendet?Fross: Da das seit 2001 erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital um 55 Prozent (s. Grafik) gewachsen ist, kann auch vermehrt in unsere Personalentwicklung sowie in die Modernisierung unserer Geschftsstellen investiert werden. Auerdem konnte die Dividende der Anteilseigner von 3,5 Prozent auf fnf Prozent aufgestockt werden.Heit Modernisierung bei Ihnen auch, dass persnliche Dienstleistungen der zunehmenden Technisierung weichen mssen und die Kunden vor Automaten stehen?Fross: Keinesfalls. Wir bauen unsere Geschftsstellen so aus, dass sie wie ein Marktplatz konzipiert sind, in dem man alle notwendigen Geldgeschfte abwickeln und sich vor Ort persnlich beraten lassen kann. Unser Personal ist unser zustzliches Kapital. Die Berater werden kontinuierlich geschult und wir bilden pro Jahr sechs Bankkaufleute aus, die vom ersten Tag an in die Betriebsablufe hineinwachsen und die wir fast alle bernehmen knnen. Im Moment haben wir 18 Auszubildende. Selbstverstndlich bemhen wir uns, stets technisch auf dem neuesten Stand zu sein, das heit, dass durch den Automatenservice rund um die Uhr Geldgeschfte gettigt werden knnen.Herr Linnenkohl, knnen Sie mit kurzen Worten das umfangreiche Zahlenwerk erlutern, dass Sie der Vertreterversammlung prsentiert haben?Linnenkohl: Das gesamte betreute Kundenanlagevolumen verzeichnete einen Zuwachs von rund 14 Millionen Euro. Aber auch unter Bercksichtigung dieser Zahlen bleibt festzuhalten, dass an dieser Stelle unsere Planung leicht verfehlt wurde. Das Gleiche gilt fr Kreditgeschfte. Mit der Entwicklung sind wir nicht gnzlich zufrieden. Aber Volumen ist nicht alles. Wir verfolgen weiter die Strategie, dass wir Geschfte nur dann ttigen, wenn ein Ertrag generiert werden kann. Ihr Eigenkapitalsvolumen, so sagte Herr Fross, habe ein befriedigendes Ergebnis. Knnte es denn besser sein?Mit der Summe von 37 Millionen Euro liegen wir deutlich ber der Gre der Fusionsbilanz 2000. Das ist ein befriedigendes Ergebnis. Doch parallel mussten wir aber auch unsere Besserungsscheinverpflichtungen erfllen. Dass uns dies in der relativ kurzen Zeit gelungen ist, erfllt uns schon ein wenig mit Genugtuung und Zufriedenheit.Was Viele interessiert: Werden Sie sich auch immer mehr zentralisieren?Fross: Unsere Geschftsstellen werden vor Ort bleiben. Wir ziehen uns nicht aus der Flche zurck, sondern setzen weiterhin auf Prsenz vor Ort. Die Bankfilialen sind und bleiben der Mittelpunkt in der Beziehung unserer Kunden zu ihrer Bank.

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