Leben kehrt nächste Woche ins Neumündener IfuB ein

Am Montag ziehen die ersten Flüchtlinge ins Gartenhaus des ehemaligen Vereinskrankenhauses Hann. Münden.

Hann. Münden. Das "Gartenhaus" auf dem Gelände des ehemaligen Vereinskrankenhauses in Neumünden ist bezugsfertig. Am Dienstag stellte Kreisrat Marcel Riethig die ersten hergerichteten Räumlichkeiten im sogenannten "Integrierten Flüchtlingsunterkunft und Begegnungszentrum" (IfuB) gemeinsam mit Vertretern der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen mbH (GAB) als Betreiber der Presse vor.

Es war der erste Blick nach der mehrmonatigen Umbauphase, in der der Landkreis Göttingen als Besitzer der Immobilie rund 100.000 Euro investierte. Das Geld floss zum großen Teil in die Erneuerung der Haustechnik. So wurde zum Beispiel eine neue Fernwärmeleitung zum Standort verlegt. Derweil laufen die Arbeiten an dem geplanten Stadtteilzentrum, dass im Haupthaus integriert werden soll, weiter. Insgesamt 8 Mio. Euro will der Kreis hier investieren und maximal 250 Flüchtlingen Platz bieten (wir berichteten). Die gesamte Anlage soll im zweiten Halbjahr 2017 fertig gestellt sein.Auf einer Etage wurden in zehn Zimmer 32 Doppelstock und Einzelbetten aufgestellt. Außerdem ein Spielzimmer für Kinder, eine Waschküche, eine Küche, ein Esszimmer und ein Gemeinschaftsraum. Wie Riethig betonte, würden hier ausschließlich Familien oder Frauen mit Kindern untergebracht und keine alleinreisenden Männer. Am kommenden Montag sollen die ersten Bewohner, zwei Ehepaare mit Kindern von 5 bis 8 Jahren, ins Gartenhaus einziehen. Wöchentlich würde man in Zukunft mit weiteren Zuweisungen durch das Land Niedersachsen rechnen, so Riethig.Harald Wegener dankte dem Landkreis bei den Planungen eingebunden worden zu sein. Der Bürgermeister bot der Einrichtung weiterhin personelle Unterstützung seitens der Verwaltung an. Superintendent Thomas Henning, der an einem Runden Tisch Kontakte zwischen den beteiligten Institutionen knüpfte, freute sich darauf, dass es endlich losgehe: "Jetzt wird es konkret, jetzt können wir unsere Arbeit auf den Bedarf der hier lebenden Menschen ausrichten. Zudem müsse man die Einrichtung weiterhin in der Öffentlichkeit bekannt machen", so Henning.

Die GAB ist in Kooperation mit Bonveno Göttingen, eine gemeinsame Gesellschaft aus AWO, Caritas, Diakonie, DRK und Pari, vor Ort für den Betreuungsauftrag zuständig. Leiter der Einrichtung ist Udo Hahne (GAB). Er wolle das sich in der Entstehung befindende Begegnungszentrum für alle Bürger Mündens öffnen und den Standort weiter attraktiv gestalten. Denkbar wäre das, so Magdalene Günther, Geschäftsführerin der GAB, mit dem Betreiben eines Bistros oder Cafés.

Neuer Name fürs IfuB gesucht

Die Initiative "Ein.Münden", die sich ebenfalls an der Integrationsarbeit beteiligt und zu dem Netzwerk rund um das IfuB gehört, sucht nun nach einem neuen, freundlicheren Namen für den Standort, damit die vier Buchstaben nicht länger als offizielle Bezeichnung der Einrichtung herhalten müssen.

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