Lebensqualität bedroht

Grne: Wanderung unter Hochspannung mit Jrgen TrittinHann. Mnden/Laubach. Hchstspannungsleitungen, so der Bundest

Grne: Wanderung unter Hochspannung mit Jrgen Trittin

Hann. Mnden/Laubach. Hchstspannungsleitungen, so der Bundestagsabgeordnete und frhere UmweltministerJrgen Trittin anlsslich eines Besuchs im Werradorf Laubach am vergangenen Mittwoch, sind technisch machbar, wirtschaftlich zu bauen und zu betreiben. Erdverkabelung sei hierfr der richtige Schritt und mit einem niederschsischen Erdkabelgesetz liee sich die Grundlage dafr schaffen, dass im Planfeststellungsverfahren das Erdkabel genehmigt wird.

Auf Einladung des Ortsverbands von Bndnis 90/Die GRNEN in Mnden und der Fraktionsvorsitzenden der Grnen im Kreistag, Maria Gerl-Plein, besuchte Jrgen Trittin den Ort an der Werra.

Sowohl Maria Gerl-Plein als auch Ortsbrgermeister Gerd Mundt fhrten aus, dass die Lebensqualitt im Dorf durch zustzliche Belastungen zu Wasser, aus der Luft und zu Lande bedroht sei. Die Werra knne keine hhere Belastung durch Salzeinleitung verkraften. Das Dorf liege zudem direkt in der Einflugschneise des geplanten Flughafenneubaus Kassel-Calden, msse aber bereits jetzt den Lrm von Autobahn, Bahn und ICE-Trasse ertragen.

Nun drohten auch noch die von der RWE Energy geplante Gasleitung von Seyda nach Eynatten und die geplante 380 kV-Hchstspannungsleitung der E.ON Netz. Weithin sichtbar und sehr nah am Bebauungsgebiet, seien die 110- und die 220 kV-Strommasten der E.ON und der ICE-Trasse. Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung unter Hochspannung mit dem Bundestagsabgeordneten, an der Dorfbewohner, Ratsmitglieder und Mitglieder des Ortsverbands der Grnen teilnahmen, war der Grillplatz An den Kuhlen in unmittelbarer Nhe eines 30 Meter hohen 220 kV-Starkstrommastes. Wenn die Entscheidung fr berirdische Leitung und fr die Streckenfhrung ber Laubach fallen wrde, wrden diese Masten dann durch doppelt so hohe 380 kV-Masten ersetzt, so Dr. Isolde Salisbury, Fraktionsvorsitzende von B90/Die Grnen im Rat der Stadt Mnden. Eine Katastrophe fr Laubach, so ein Besucher. Entgegen den anfnglichen Darstellungen der E.ON Netz, fhrte hierzu Trittin aus, lgen die Kosten unter der zunchst angegebenen 7-8-fachen Hhe einer berlandleitung. Da die Gasleitung mglicherweise im Bereich der beiden Hochspannungsstromleitungen verlaufen soll, biete dieses Projekt einen weiteren Grund fr eine unterirdische Verlegung der geplanten Starkstromleitung.Laubacher sind dagegenNoch ist nicht sicher, ob die Westtrasse ber Laubach gewhlt wird, aber der Bundestagsabgeordnete konnte sich vor Ort davon berzeugen, dass die Laubacher auf keinen Fall damit einverstanden wren, wenn ihre Feldmark nun auch noch sehr nah am Wohngebiet durch die wesentlich hheren Starkstrommasten durchschnitten wrde. Egal welche Trassenfhrung favorisiert wird, so Trittin, das Hauptkriterium fr den endgltigen Bau der Trasse darf nicht der maximale Profit der Energiekonzerne sein, vielmehr mu das einzige Kriterium der maximale Schutz von Mensch und Natur sein.

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