Hohe Auszeichnung für Margret Prien-Cammert

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Gratulierten Margret Prien-Cammert (Mitte) zur der hohen Auszeichnung: (V.li.) Fred Kaduhr, Speeles Ortsbürgermeister, Dr. Wolfgang Zuse, Landrat Bernhard Reuter und Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein.

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist der Lohn für die jahrelange Tschernobyl-Kinderhilfe

Staufenberg. Als im August vergangenen Jahres Dr. Wolfgang Zuse den damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck anschrieb und Margret Prien-Cammert für den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland vorschlug, war er davon überzeugt, dass eine positive Rückmeldung nicht lange auf sich warten lassen würde: „Ich kenne keinen Menschen, der so karitativ gearbeitet hat wie sie. Ich kenne ihr soziales Engagement schon lange und es ist einzigartig“, erklärte Zuse in der vergangenen Woche auf Gut Wissmannshof. Hier überreichte Landrat Bernhard Reuter die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Prien-Cammert. „Diese Auszeichnung honoriert ihre 25-jährige Arbeit für die Tschernobyl-Kinderhilfe. Ihr Engagement rettet Leben. Einmal im Jahr kommen Kinder aus der verstrahlten Region während einer Ferienfreizeit ins Landheim Haus Waldfried nach Speele, können hier das Immunsystem stärken und durch das abwechselnde Programm neuen Lebensmut sammeln. Mehr als 1.200 Kinder durften sich bereits in der Region erholen. Sie haben sich über die Jahre ein Netzwerk aufgebaut, dass bis in die Ukraine reicht und motivieren Menschen dazu, sich aktiv und finanziell für diese gute Sache einzubringen“, lobte der Landrat. Seit 1998 rufe Prien-Cammert zum jährlichen Benefizcup „Golfen mit Herz“ auf, dessen Einnahmen ebenfalls in die Tschernobyl-Kinderhilfe fließen. Reuter, wie auch sein Kasseler Amtskollege Uwe Schmidt sind Schirmherr dieser Veranstaltung. Prien-Cammert bedankte sich herzlich für die lobenden Worte und bezog die anwesenden Freunde mit ein: „Ohne euch hätte ich all das nicht geschafft – es ist unser aller Verdienstorden.“ Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein bezeichnete die Auszeichnung als Würdigung einer Lebensleistung. Dafür brauche man viel Idealismus, Freizeitverzicht und Durchhaltevermögen. Ortsbürgermeister Fred Kaduhr zeigte sich stolz, dass eine Einwohnerin Speeles, und da zähle man Gut Wissmannshof dazu, eine solch hohe Auszeichnung bekommen habe: „Wenn die Kinder zu Besuch sind, kommen sie als Erste und gehen als Letzte – der ganz Speele zieht den Hut vor ihnen.“

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