Mehr Tote und Verletzte

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Die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzte stieg in 2011 deutlich an.

Landkreis Göttingen/Hann. Münden. Zwar weniger Verkehrsunfälle, dafür aber mehr Tote und Verletzte – das ist die traurige Bilanz, die Polizeidi

Landkreis Göttingen/Hann. Münden. Zwar weniger Verkehrsunfälle, dafür aber mehr Tote und Verletzte – das ist die traurige Bilanz, die Polizeidirektor Gerd Hujahn  für den Landkreis Göttingen zog. Im vergangenen Jahr ereigneten sich auf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen 6.330 Unfälle. Das waren zwar 16 Unfälle weniger als 2010. Doch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg um 13,6 Prozent auf 946 an. Die Zahl der Verkehrstoten verdoppelte sich nahezu von 6 auf 11: Neben sechs Auto- und Beifahrern starben drei Kradfahrer, ein Radfahrer und ein Fußgänger. Auch die Zahl der Schwerverletzten erhöhte sich um 41,5 Prozent auf 225, die der Leichtverletzten um 4,9 Prozent auf 958. "Nach wie vor sind vor allem Motorrad- und Fahrradfahrer sehr gefährdet. Für letztere würden wir gerade in Bezug auf Göttingen eine Helmpflicht begrüßen, die gesetzlich geregelt werden sollte", so Hujahn (siehe Artikel unten).  Was die sechs toten Autofahrer anginge, so hätten nicht alle von ihnen sterben müssen. Einige von ihnen hätten sich leider nicht an die Anschnallpflichten oder Geschwindigkeitsgebote gehalten.

Fünf Tote im Bereich Hann. Münden

Das Polizeikommissariat Hann. Münden verzeichnete 2011 in seinem Bereich 887 Verkehrsunfälle, davon 148 mit Personenschaden. Insgesamt 193 Personen wurden dabei verletzt, darunter 132 Pkw-Insassen, 35 Mottorrad- und Mopedfahrer, 15 Radfahrer und 11 Füßgänger. Fünf Menschen (+83,3 Prozent) starben an den Folgen eines Unfalls, darunter zwei Pkw-Insassen, zwei Motorradfahrer und ein Fußgängern. Unfallschwerpunkt bleibe die kurvenreiche Strecke zwischen der Autobahnabfahrt Lutterberg und Hann. Münden.Weil sich gerade bei den Fahranfängern die Zahl der Schwerverletzten auf 47 erhöhte (+38,2 Prozent) und ein 19-jähriger Autofahrer getötet wurde, werde es laut Hujahn in den kommenden Monaten vermehrt Kontrollen im Disco-Pendelverkehr auf den Bundesstraßen im Bereich Northeim, Duderstadt und Worbis und auf der A7 Richtung Kassel geben. Das Gleiche gelte für Fahrradfahrer im Stadtgebiet Göttingen, deren Verletztenzahl sich von 165 in 2010 auf 207 erhöhte. Bei gezielten Kontrollen gingen 243 Radfahrer mit Alkoholwerten von über 1,6 Promille ins Netz. "Dazu waren noch viele Radfahrer bei Dunkelheit ohne Beleuchtung unterwegs und benutzten die falsche Radwegseite", betonte Hujahn. Auch hier werde die Polizei öfter nach dem Rechten sehen und mit Flugblättern, Sonderaktionen und Kontrollstellen für Aufklärung, besonders unter den vielen radfahrenden Studenten, sorgen.

Unfallzahlen auf A 7 und A 38 rückläufig

Wie Peter Volkmar, der Leiter der Autobahnpolizei mitteilte, sanken die Unfallzahlen auf der A 7 und der A38 um 12 Prozent von 1.065 auf 937. Insgesamt 95 Personen wurden bei den Unfällen verletzt, 19 davon schwer. Zwei starben an den Folgen.Die Autobahnzufahrt von der A 38 auf die A 7 in Richtung Kassel bleibt ein Unfallschwerpunkt. Trotz eines Rückgangs der Unfälle nach Installation der Betonleitwände auf 15 in 2010, stieg die Zahl wieder auf 36 an. "Nach vielen Messungen ergab sich als Ursache in den meisten Fällen überhöhte Geschwindigkeit. Auf den starken Kurvenverlauf wird deshalb mittels größeren Richtungstafeln hingewiesen. Außerdem werden wir eine konsequente Geschwindigkeitsüberwachung vornehmen", so Volkmar. Neben der Autobahnauffahrt habe die Baustelle auf der A 7 bei Hedemünden im vergangenen Jahr besonders Probleme bereitet. In nur sechs Wochen sei es hier zu 80 Unfällen gekommen.Wieder mehr Alkohol am Steuer

Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkohol- und Drogeneinwirkung stieg um 18 auf 90. Dagegen blieben 521 entdeckte Fahrten unter Alkohol- und 246 unter Drogeneinwirkung folgenlos. Auch hier verzeichneten die Beamten wieder einen leichten Anstieg im Gegensatz zum Vorjahr.

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