Viele Ideen bei der Eröffnung des Mehrgenerationenhauses im Geschwister-Scholl-Haus

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Das Mündener Mehrgenerationenhaus-Team v.l. Elke Steden, Projektkoordinatorin, Julia Bytom, Gleichstellungsbeauftragte, Martina Görtler, Geschäftsführerin Stadtjugendring und Hanna Schädlich, Kinder- und Jugendbüro. Rechts außen Pastor Ernst Göttges, Moderator des Informationsabends.

Das Mehrgenerationenhaus im Geschwister-Scholl-Haus wurde nun offiziell eröffnet. Besucher des Abends entwickelten neue Ideen.

Hann. Münden. Im Geschwister-Scholl-Haus wurde Anfang April das Mehrgenerationenhaus eröffnet. Pastor Ernst-Ulrich Göttges von der Evangelisch reformierten Gemeinde, „direkt in der Nachbarschaft“, hatte sich gefragt, „ein Mehrgenerationenhaus, wollen da Leute wohnen?“. Er war zu der Informationsveranstaltung gekommen, weil er „neugierig und interessiert“ sei, „wie die vielen Anwesenden“. Er moderierte den Abend. Am vergangenen Dienstag erklärte Bürgermeister Harald Wegener zu Beginn der Auftaktveranstaltung das „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus“. Es ist ein „Haus für Jung und Alt“, ein Begegnungszentrum für jedermann.

Mehrgenerationenhäuser gibt es nahezu überall in Deutschland. Rund 550 Häuser nehmen an diesem Bundesprogramm mit einer Laufzeit von vier Jahren teil. Drei Viertel von 40.000 Euro Förderung im Jahr stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Verfügung. Das verbleibende Viertel muss die Kommune bzw. das Land aufbringen. „Nach aufwendiger Vorbereitung, Antragstellung und Bearbeitung freut sich das Team auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters und jeder Nationalität“.

Zur aktiven Gruppe gehören Elke Steden, Projektkoordinatorin, Julia Bytom, Gleichstellungsbeauftragte, Martina Görtler, Geschäftsführerin Stadtjugendring und Hanna Schädlich, Kinder- und Jugendbüro. Zahlreiche Veranstaltungen finden bereits im Geschwister-Scholl-Haus statt, wie ein Café, Mittagstisch für alle, Freizeitangebote, Hausaufgabenbetreuung, Fahrradreparatur, erklärte Steden. Die Veranstaltungen „Chillex-Lounge“ „Rock for tolerance“ führten verschiedene Musikrichtungen und Kulturen zusammen. Aber die Betonung liegt auf dem „Mehr“. so Pastor Göttges. Neue Ideen sind gefragt. „wir brauchen das Miteinander“, „mehr Angebote, mehr Konzepte, mehr Ideen, mehr Netzwerke“. Das Team machte Vorschläge, wie „Unterstützung für Pflegebedürftige“, „Sprachkurse für Migranten“, „Hilfen für Frauen, die in den Beruf zurück möchten“, „Kinderunterbringung“, „Babysitting“, „Gartenarbeit“, „Hausaufgabenbetreuung“, die Einrichtung einer Ehrenamtsbörse.

In kleinen Gruppen entwickelten dann die interessierten Besucherinnen und Besucher des Abends „innovative Ideen von und für Menschen“. Sie wurden auf Kärtchen geschrieben und einige von Göttges am Ende der Veranstaltung vorgelesen. Zum Beispiel „Über WhatsApp eine Mitfahrbörse anbieten“, „Jugendliche erklären Älteren die Bedienung eines Computers und/oder eines Smartphones“, einen „Infopoint für alle Bürger“, um den Behördendschungel zu entwirren und „neu zugezogene Bürger willkommen“ heißen. Das Mehrgenerationenhaus soll „keine Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen“ sein. Spontan wurde eine Zusammenarbeit mit dem Bürgertreff in der Ziegelstraße vereinbart. „Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern“, so das Schlussbild des Overheadprojektors. Jeder der mitmachen, ein Ehrenamt übernehmen möchte oder weitere Vorschläge für ein aktives Miteinander hat, kann sich an das Mehrgenerationenhaus wenden.

Die Koordinatorin Elke Steden ist demnächst unter Tel. 05541/75-365 zu erreichen, e-mail mehrgenerationenhaus@hann.muenden.de. Das Kinder- und Jugendbüro im Geschwister-Scholl-Haus, Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 4, 34346 Hann. Münden, unter Tel. 05541/75299.

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