,Die Meisten zeigen sich einsichtig’

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Kommissarin Nicole Rhode bei der UEberpruefung eines Motorradfahrers.

Von Elmar DrefsHann. Münden. Am Samstag fand in Niedersachsen der 2. Landesweite Verkehrssicherheitstag im Rahmen der Verkehrssicherheitsinitiative (

Von Elmar Drefs

Hann. Münden. Am Samstag fand in Niedersachsen der 2. Landesweite Verkehrssicherheitstag im Rahmen der Verkehrssicherheitsinitiative (VSI) 2020 statt. Kontrolliert wurde an der Bundesstraße 3 in Höhe des Autohauses Rothe (Volkmarshausen) und auf der Landesstraße 561 zwischen Gimte und Hemeln. Für die Durchführung der Kontrollen waren acht Beamte im Einsatz, was ihnen hoch anzurechnen ist, mussten sie doch noch unter der Woche den Verkehr zu den Stoßzeiten in Hann. Münden regeln. Grund war der Bergrutsch auf der B80.Insgesamt wurden 92 Tempoverstöße mit Bußgeld geahndet, 88 Pkw-Fahrer und vier Motorradfahrer. Der "Spitzenreiter" lag bei 138 Km/h bei einer Beschränkung von 70 Km/h, fast doppelt so schnell wie erlaubt – der männliche Fahrer muss mit einem dreimonatigen Fahrverbot rechnen. Diese drohende Strafe war deutlich in seinem Gesicht abzulesen, es tat ihm sichtlich leid.Die VSI 2020 wurde vom Innenminister Uwe Schünemann mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Anzahl der getöteten und schwerverletzten Verkehrsteilnehmer in Niedersachsen bis zum Jahr 2020, ausgehend von der Verkehrsstatistik 2010, um ein Drittel zu reduzieren. Die Hauptunfallursache für schwerwiegende Verkehrsunfälle ist nach wie vor überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.Polizeihauptkommissar und Einsatzleiter Carsten Krause von der Mündener Polizei unterstrich noch einmal die positive Wirkung dieser Aktion: "Die meisten Verkehrsteilnehmer sind einsichtig und zeigen sich geläutert", aber das Ergebnis zeige, wie notwendig solche Geschwindigkeitskontrollen sind.

Aufklärung zu Beginn der Motorradsaison

"Mit jedem schwerwiegenden Unfall sind Schicksale verbunden, die für die Familien persönliches Leid und Schmerz bedeuten und das gilt es durch engagierte und kreative Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei in Kooperation mit anderen Trägern der Verkehrssicherheitsarbeit zu verhindern", so Robert Kruse, Polizeipräsident der Polizeidirektion Göttingen im Vorfeld. "Wir wollen zu Beginn der Motorradsaison ganz besonders zwei Gruppen von Bikern ansprechen", sagte der Einsatzleiter Krause. Schwerpunkte sind die Fahranfänger und die Wiedereinsteiger, aber es gilt, alle Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren. So stand der Tag im Zeichen der "positiven Präventionsarbeit".Verkehrsunfälle passieren nicht. Sie werden verursacht! Verkehrsunfällen liegt fast immer menschliches Fehlverhalten zugrunde. Und darum können sie auch verhindert werden. Das wird jedoch nicht von selbst geschehen. Diese Entwicklung muss von Staat und Gesellschaft unterstützt und vorangetrieben werden. Hier setzt die Verkehrssicherheitsinitiative 2020 an, um Leben zu retten. Die Polizei hat darum allen Grund, an der bisherigen Schwerpunktsetzung festzuhalten und ihre Maßnahmen auf die Hauptunfallursache Geschwindigkeit, die Risikogruppe der Jungen Fahrer sowie die besonders unfallgefährlichen Landstraßen zu konzentrieren.

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