,Menschenrechten neue Geltung verschaffen’ - Gedenken an die Nazi-Opfer in Hann. Münden

Von HELGA PIEKATZ Hann. Münden. "Wir wünschen Frieden euch allen." Mit diesem Lied gedachten am 27. Januar in einer ökumenischen Feierstu

Von HELGA PIEKATZ

Hann. Münden. "Wir wünschen Frieden euch allen." Mit diesem Lied gedachten am 27. Januar in einer ökumenischen Feierstunde im Corvinushaus Mündener Bürger der Opfer des Nationalsozialismus. Die Evangelisch-Lutherische Stadtkirchengemeinde und die katholische Elisabethgemeinde hatten mit Unterstützung des Vereins Erinnerung und Mahnung zu dieser Gedenkfeier eingeladen. Dr. Heinrich Grosse, Pastor und Professor aus Arnum bei Hannover, stellte sein Buch "Niemand kann zwei Herren dienen" vor. Darin kritisierte er, welche Rolle die evangelische Kirche, speziell die hannoverschen Landeskirche, in der NS-Zeit und in den ersten Nachkriegsjahren bei der Judenverfolgung spielte.

"Nie werde ich diese Nacht vergessen"

Bei der Gedenkfeier an der Stele zitierte Günter Fraatz, stellvertretender Bürgermeister von Hann. Münden, in seiner Rede Elie Wiesel, einem damals 15-jährigen Jungen, der nach Auschwitz deportiert wurde und als einziger seiner Familie überlebte: "Nie werde ich diese Nacht vergessen", "Nie werde ich das nächtliche Schweigen vergessen, das mich in alle Ewigkeit um die Lust am Leben gebracht hat." Günter Fraatz fügte hinzu: "Menschen wie der Familie Wiesel ist der heutige Gedenktag gewidmet. Verfolgt und ermordet wurden vor allem Juden, aber auch Sinti und Roma, Behinderte und Homosexuelle, politische Gegner und Kriegsgefangene. Geschichte wiederholt sich nicht, aber Probleme können in anderem Gewand wieder auftauchen. Heute, 66 Jahre danach stehen wir vor der Aufgabe "den Menschenrechten immer aufs Neue Geltung zu verschaffen."

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