Mies drauf wegen Kies

Gegen den Willen der Brger: Kiesanlage kommt nach JestdtVon LARS WINTER und SIGGI GRKMeinhard/Eschwege. Jetzt ist es amtlich: Die Au

Gegen den Willen der Brger: Kiesanlage kommt nach Jestdt

Von LARS WINTER und SIGGI GRKMeinhard/Eschwege. Jetzt ist es amtlich: Die Aufbereitungsanlange fr Rohkies kommt nach Jestdt. Bereits in wenigen Tagen will die Firma Oppermann mit den Arbeiten beginnen. Fr viele Jestdter Brger ein Schock. Bis zuletzt hatten die versucht, die Anlage zu verhindern. Doch das Regierungsprsidium Kassel hat die 140 Einwendungen abgeschmettert. Und stattdessen dem Antrag der Firma Oppermann zur Errichtung der Kies-Anlage zugestimmt. Wir sind gegen dieses Projekt ins Feld gezogen, so ein enttuschter Jestdter Ortsvorsteher Gerhold Brill. Tief betroffen habe er die Entscheidung aus Kassel zur Kenntnis genommen. Uns hat es bei unserem Anliegen auch an Unterstzung gefehlt, sagt Brill. Von wem? Das lie er offen.

Fr die Jestdter ist es auch kein Trost, dass die Genehmigung der Anlage nur unter Auflagen erteilt wurde. Denn die sind kaum relevant und betreffen ausschlielich nebenschliche Details. Viel technisches Kleinklein, so Michael Conrad, Sprecher des Regierungsprsidiums.Fakt ist, dass schon bald in unmittelbarer Nachbarschaft der Husern in der Hubertusstrae und im Sonnenweg Kies gewaschen, gebrochen und gesiebt wird. Ich hatte darauf gehofft, dass die Anlage weiter nach Sden verschoben wird gegen die Firma Oppermann hatten wir aber keine Chance, so Brill. Aus seiner tiefen Enttuschung macht der Ortsvorsteher keinen Hehl: Ich wollte aufgrund der Entscheidung gegen die Jestdter Brger mein Amt niederlegen.

Zwischenruf von LARS WINTER

Brgerwille keinen Cent wert

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein steiniger Weg, zum Wohl der eigenen Lebensqualitt gegen die finanziellen Interessen eines Kies-Giganten vorzugehen.

Das bekamen die Brger im beschaulichen Meinharder Ortsteil Jestdt auf bittere Art und Weise zu spren. Ihre Einwendungen beim Regierungsprsidium waren fr die Katz.

Gegen die Lobby eines Gro-Industriellen sind sie machtlos. Erst recht ohne Untersttzung ihrer gewhlten Vertreter der Politiker. Ortsvorsteher Gerhold Brill stand allein auf weiter Flur. Und auch die Naturschutzverbnde, die sonst immer als erste auf der Matte stehen, blieben erstaunlich still.

Die Jestdter Brger mssen nun wehrlos mit ansehen, wie direkt vor ihren Augen eine Kiesaufbereitungs-Anlage aus dem Boden gestampft wird. Die Folge: Laut wirds werden. Besonders fr die Anwohner der Hubertusstrae und des Sonnenwegs hat die drfliche Idylle ein abruptes Ende.

Stattdessen wird ihnen der Lrm von zerschretterndem Kies in den Ohren liegen. Und uns allen vor Augen fhrt diese Entscheidung mal wieder eins: Der Wille der Brger zhlt gegen eine Menge Kies keinen Cent.

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