Mündener Gleichstellungsbeauftragte: ,Chance für MGH nutzen'

Gleichstellungsbeauftragte Julia Bytom.

Förderung winkt für ein Mündener Mehrgenerationenhaus.

Hann. Münden. Das Geschwister-Scholl-Haus könnte ab dem 1. April zum Generationenhaus werden. Dazu bedarf es jedoch noch der Zustimmung des Rates. Der Gesellschaftsausschuss gab in der vergangenen Woche schon mal einstimmig grünes Licht.

35.000 Euro von Bund und Land

Dass es zu dieser Möglichkeit überhaupt kam, ist einem Initiativantrag der Mündener Stadtverwaltung zu verdanken, den die Gliechstellungsbeauftragte Julia Bytom einreichte. Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat seine Förderung in Höhe von 30.000 Euro jährlich bis Ende 2020 in Aussicht gestellt, falls die Stadtpolitik beschließt, sich für die Idee des Mehrgenerationenhauses nachhaltig einzusetzen. Das bedeutet, dass die Dreiflüssestadt 10.000 Euro jährlich beisteuern muss. Das soll laut Bytom durch Bereitstellung von Personal geschehen. "Durch die Förderung bietet sich für uns die Gelegenheit das städtische Angebot zu erweitern. und mit anderen Einrichtungen, wie dem geplanten ifup in Neumünden, zu kooperieren." Jung und Alt sowie  Bürger mit deutschen, wie auch ausländischen Wurzeln sollen die Angebote im Mehrgenerationen nutzen können. "Das Geschwister-Scholl-Haus kann mit Unterstützung von Bund und Land (hat ebenfalls eine Zusage in Höhe von 5.000 gemacht, die Red.) als Ideenschmiede funktionieren und dem demografischen Wandel entgegen wirken. Ziel ist es beim Start im April eine Koordinatorin zu haben, die gezielt mit allen Partnern im Haus Projekte für alle Altersklassen entwickelt sowie deren Umsetzung Begleitet", so Bytom weiter. Bei der Stelle handele es sich um eine halbe Stelle. Man rechne mit einem Kostenaufwand von jährlich 20.000 Euro. Der andere Teil der Förderung sei für die Deckung von Sachkosten bestimmt.

Die Meinungen über ein mögliches Mehrgenerationenhaus gingen bei der Debatte im Ausschuss auseinander. Der 1. Vorsitzende des Stadtjugendrings, Frank Stryga, der als beratendes Mitglied im Gesellschaftsausschuss auftritt, sieht die Beteiligung der Stadt an dem Programm kritisch: "Im Zuge der Haushaltskonsolidierung werden Sachkosten heruntergefahren. Hier soll aber investiert werden. Das passt nicht zusammen." Auf der einen Seite würden Sachmittel im Geschwister-Scholl-Haus (GSH) gekürzt auf der anderen Seite aber wieder Gelder über andere Wege bereit gestellt, so Stryga. Der Stadtjugendring betreibt im GSH die Caféteria.

CDU-Ratsherr Markus Jerrentrup merkte an, dass das Angebot im Mehrgenerationenhaus nicht in Konkurrenz zu anderen Mündener Betrieben stehen dürfe. Bytom teilte mit, dass hierfür ein Runden Tisch gegründet werden soll, um mögliche Überschneidungen auszuschließen. Ein Konzept, das die Ausschussmitglieder während der Sitzung vermissten, versprach Bytom nachzureichen. Aufgrund der kurzfristigen Bewerbung sei eine genauere Ausarbeitung noch nicht möglich gewesen.  Bytom stellte aber klar: "Diese Chance verstreichen zu lassen wäre verkehrt."

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