Mündener Kulturring stellte zweites Halbjahresprogramm vor

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Bärbel Brockhoff, stellvertretende Vorsitzende des Mündener Kulturrings (li.) und der Vorsitzende Brunhilde Ulbricht (re.) stellten die kulturellen Highlights in Hann. Münden und Bursfelde für das zweite Halbjahr vor. Musiker Jens Großmann lockerte den Abend mit seinem Akkordeonspiel auf.

,Verjazzte Maria’ machte Lust auf mehr - Jens Großmann stimmte am Akkordeon Mitglieder ein

Hann. Münden. Einen kleinen Vorgeschmack auf das zweite Veranstaltungshalbjahr des Mündener Kulturrings gab es am vergangenen Freitagabend im Rittersaal des Welfenschlosses. Jens Großmann aus Vellmar war mit seinem Akkordeon zu Gast und nahm etwa 60 Mitglieder des Kulturrings auf eine musikalische Reise durch aller Herren Länder – ohne Reisepass und Visum. Dabei zeigte er die ganze Bandbreite des Akkordeonspiels und eine erlesene Rhythmusvielfalt. Selbst das zeitgleiche Spielen von Akkordeon und Trompete gehört zu Großmanns Spezialitäten – mal experimentell, mal klassisch setzte er die Instrumente in Szene. Ein Erlebnis ist Franz Schuberts „Ave Maria“ als Jazzversion. So viel künstlerisches Können machte Lust auf mehr. Brunhilde Ulbricht, Vorsitzende des Kulturrings, stellte die kulturellen Highlights für die kommenden Monate vor. Fahrten zu den Festspielen nach Bad Hersfeld (22. Juli) der Documenta 14 (3. August), nach Potsdam (22./23. September) und zum Kasseler Staatstheater (Antigone, 22. Oktober; Winter-Swing, 3. Dezember) bieten Abwechslung außerhalb Mündens. Im Welfenschloss wollen „Woodwind & Steel“ – Folk und Entertainment am 3. September, Katarzyna Mycka mit dem Marimbaphon am 18. November und die „Dresdner Salondamen“ als Jahresabschluss am 30. Dezember überzeugen. Wie Bärbel Brockhoff als stellvertretende Vorsitzende wies auf die Bursfelder Sommerkonzerte hin. Das Naghash Ensemble (Armenien) stellt am Sonntag, 16. Juli, 16 Uhr, mittelalterliche Klänge, neu erschaffen für das 21. Jahrhundert, vor. Weitere Highlights sind das Trio Laetare (20. August) sowie „Deth-Life“ - musikalische Gedanken über Leben und Tod (10. September). Bis November wird in der Klosterkirche zudem die Ausstellung „Mitten im Tod vom Leben umfangen“ zu sehen sein. Weitere Veranstaltungen ergänzen die Ausstellung. Christa Tischmeier vom Lesenetzwerk machte auf bevorstehende Termine aufmerksam (siehe Info-Kasten), ebenso wie Elgard Steinmüller, Geschäftsführerin des Gustav-Eberlein-Forschung e.V., die zur Ausstellung des Mündener Sohnes Gustav Heinrich Eberlein einlud.

Vorfreude auf Eberlein

Anlässlich des 170. Geburtstages des Künstlers wird die Ausstellung am 14. Juli eröffnet und dauert bis zum 3. Oktober an. Expertenvorträge, Mitgliederinterviews und Lesungen bereichern als Begleitprogramm. Die Flyer des Mündener Kulturrings mit allen Veranstaltungsdaten liegen in der Buchhandlung Winnemuth und dem Tourismusbüro aus. Weitere Informationen gibt es auf www.muendener-kulturring.de

Weitere Kultur-Events

- Freitag, 11. August, 17 Uhr: Abschlussveranstaltung Julius-Club im Rittersaal des Welfenschlosses

- Mittwoch, 30. August, 16 Uhr, Erzählcafé des Lesenetzwerks innerhalb des Mündener Kulturrings im Corvinushaus, Ziegelstraße 16. Thema : Briefe meines Lebens

- Samstag, 9. September, 18 Uhr: Prosa-Lesung aus Gustav-Eberleins Werken im Lepantosaal des Welfenschlosses

- Freitag, 6. Oktober, 19.30 Uhr: Gitarrist Daniel Küper gastiert im Rahmen des DenkmalKunst-Festivals in der Ev.-ref. Kirche, Burgstraße

- Samstag, 21. Oktober, 11 bis 12 Uhr: Die Samstagsvorleser, ein Angebot für Kinder von 4 bis 7 Jahren, kommen in die Stadtbücherei. Weitere Termine sind der 4. und 8. November sowie der 2. und 16. Dezember 

- Sonntag, 5. November, 16 Uhr: Lesung mit Niki Wildberg aus dem Buch von Margrid Hruska „Kein perfekter Friede – Meine Welt nach dem Krieg“ im Künstlerhaus, Speckstraße 7

- Samstag, 25. November, 18 Uhr: „Was es ist“ – Vertonungen von Vadim Krischtopow nach Texten von Rose Ausländer, Mascha Kaléko, Bert Brecht und Erich Fried in der Ev.-ref. Kirche Burgstraße.

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