Mündener Polizei beklagt angestiegene Zahl an Todesopfern

Die Zahlen der Verkehrsunfälle und dabei verletzten Personen in 2019 sind im Wirkungsbereich der PK Münden im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
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Die Zahlen der Verkehrsunfälle und dabei verletzten Personen in 2019 sind im Wirkungsbereich der PK Münden im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Das Kommissariat veröffentlicht die neueste Verkehrsunfallstatistik: Fünf Menschen ließen 2019 in und um Hann. Münden ihr Leben

Hann. Münden. Das Polizeikommissariat (PK) Hann. Münden hat Ende März die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2019 veröffentlicht. Der Zuständigkeitsbereich des Kommissariats umfasst die Stadt Hann. Münden, die Stadt Dransfeld und die Gemeinde Staufenberg. In diesem Gebiet hat sich das Unfalllagebild im vergangenen Jahr wie folgt entwickelt: Im Jahr 2019 wurden insgesamt 1.033 Verkehrsunfälle polizeilich registriert (im Vorjahr waren es 939), davon hatten 122 Unfälle Personenschaden zur Folge (Vorjahr: 113).

Mehr verletzte Verkehrsteilnehmer

„Durch die Verkehrsunfälle wurden insgesamt 166 Personen verletzt (+24, die Red.), 128 Personen erlitten leichte Verletzungen (+18). Die Zahl der schwerverletzten Verkehrsteilnehmer hat sich im letzten Jahr zwar um fünf auf 30 verringert, aber leider sind im gleichen Zeitraum fünf getötete Unfallopfer zu verzeichnen“, erklärt PK-Leiter Mathias Klausch. Im Vorjahr habe es keinen einzigen Toten gegeben. Hervorzuheben ist hier ein schwerer Verkehrsunfall, der sich im Dezember auf der B 3 bei Dransfeld ereignete und bei dem gleich vier Unfallbeteiligte ihren schweren Verletzungen erlagen.

Weniger verletzte Kinder

Die Polizei legt bei ihrer Verkehrssicherheitsarbeit einen besonderen Fokus auf Kinder (0 bis 14 Jahre), junge Menschen (18 bis 24 Jahre) und Senioren (ab 65 Jahre). Bei diesen sogenannten Risikogruppen stellt sich das Unfallgeschehen folgendermaßen dar: „Erfreulicherweise wurden sechs Kinder weniger verletzt als im Vorjahr, sieben Kinder erlitten schwere, ein Kind leichte Verletzungen. Auffällig ist, dass sich sechs der insgesamt acht verletzten Kinder als Mitfahrer in einem Fahrzeug befunden hatten. Dieses zeigt, wie wichtig es ist, konsequent und vorschriftsmäßig Rückhaltesysteme zu nutzen.

Mathias Klausch, Leiter des Polizeikommissariats Hann. Münden.

Die Gesamtzahl der bei Verkehrsunfällen verletzten jungen Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahre hat sich kaum verändert. 2019 waren es 29, 2018 wurden 28 Personen, die dieser Gruppe zuzuordnen sind, verletzt. „Sieben Verkehrsteilnehmer in dieser Altersklasse erlitten schwere Verletzungen (4 in 2018, die Red.) und eine 23-jährige Pkw-Fahrerin verlor bei einem Verkehrsunfall ihr Leben. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wurde kein tödlicher Verkehrsunfall registriert“, so Klausch. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 26 Senioren (17) verletzt, davon 18 (12) leicht und 5 (5) schwer. Ein 65-jähriger Pkw-Fahrer und seine 86 Jahre alte Beifahrerin sowie ein 72-jähriger Fahrradfahrer kamen bei Unfällen ums Leben (0). „Auffällig ist, dass in dieser Altersgruppe neun Personen verletzt wurden, die als Fußgänger unterwegs waren. Alle Verkehrsteilnehmer werden daher um regelkonformes und rücksichtsvolles Verhalten insbesondere gegenüber den Schwächeren gebeten“, so der Leiter des PK Münden.

Mehr Verkehrsunfallfluchten

Im Jahr 2019 sind 226 Verkehrsunfallfluchten und damit fünf mehr als im Vorjahr angezeigt worden. Bei sieben kam es zu Personenschäden (13). „94 Taten konnten aufgeklärt werden, dieses entspricht einer Aufklärungsquote von 41,6 Prozent“, informiert Klausch.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei nochmal darauf hin, dass eine Verkehrsunfallflucht - auch wenn nur geringer Schaden entsteht - kein Kavaliersdelikt ist und grundsätzlich strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und auch die Entziehung der Fahrerlaubnis bedeuten können. Zeugen werden gebeten, ihre Feststellungen der Polizei mitzuteilen, damit die Geschädigten nicht auf ihrem Schaden sitzen bleiben.

Zahl der Wildunfälle gestiegen

Die Anzahl der registrierten Wildunfälle hat sich von 208 im Jahr 2018 auf 227 in 2019 erhöht. „Unfälle mit Wild machen damit etwa ein Viertel aller polizeilich aufgenommen Verkehrsunfälle aus. Das PK Hann. Münden rät, stets mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren und insbesondere in Waldgebieten eine erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen. Ein größerer Sicherheitsabstand und eine ständige Bremsbereitschaft können helfen, das Unfallrisiko zu minimieren“, weiß Klausch.

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