Traditionelles Neujahrskonzert der Mündener Sparkasse

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Thomas Scheffler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse (li.) und Christoph-Mathias Mueller, Generalmusikdirektor des Göttinger Symphonieorchesters.

Das Orchester präsentierte einen Musikalischen Strauß voller Träume

Hann. Münden. Das Neujahrskonzert der Sparkasse und des Mündener Kulturrings fand schon über 30 Mal statt. 15 Mal hat es Thomas Scheffler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, anmoderiert. Er erinnerte an das Jahr 2006. Damals hatte er Christoph-Mathias Mueller als neuen Generalmusikdirektor des Göttinger Symphonieorchesters begrüßt. Nach Saisonende wird sich der 50-jährige Schweizer neuen Aufgaben widmen. Zu diesem, von ihm letztmalig in Münden dirigierten Konzert, war die Weserberglandhalle im Hotel Freizeit Auefeld am Samstag bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auf dem Programm standen elf „Konzertphantasien“ unter dem Titel „Träume“, davon fünf von Johann Strauss Sohn. Weitere von Josef Strauss, Hans Christian Lumbye, Emil Nikolaus von Reznicek, Emile Waldteufel und Francois Borne. Müller sagte vor jedem Musikstück einige Worte über den Komponisten, die Entstehung und beachtenswerte Sequenzen. So wechselt der „Wind- und Wellenwalzer“ aus der „Traumspiel-Suite“ von Emil Nikolaus von Reznicek zwischen Dur und Moll. Den Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss Sohn nennt man „auch die Heimliche Hymne von Österreich“ und sein „So ängstlich sind wir nicht op. 413“ sollte als „Mutmacher“ verstanden werden. Die „Jugendträume, Walzer op. 12“ sind ein Frühwerk von Johann Strauss Sohn und die „gemächliche“ „Souvenir-Polka. Polka française op. 162 hatte er 1855 für ein Wohltätigkeitskonzert komponiert.

Star am Saxophon

Höhepunkte waren die Auftritte von Asya Fateyeva. Die Saxophonistin wurde 1990 in der Ukraine geboren. Sie gewann zahlreiche Musikpreise, darunter den Echo Klassik Award „als Nachwuchskünstlerin des Jahres 2016“. Sie spielte zusammen mit dem Orchester die „Legende für Altsaxophon und Orchester“ von André Caplet. Der „träumerische“ Beginn endet etwas „düster, Tschaikowsky mäßig“, so Müllers Erläuterungen. Ferner die „Fantaisie brillante sur des airs de Carmen für Saxophon und Orchester“ von François Borne. Dieser war ein „begabter Flötist“. Die „Variationen über Arien von Carmen Bizet, gehen auch auf Saxophon“. „Träume“ von Richard Wagner war die Zugabe von Fateyeva. Das Saxophon ersetzte hier die Gesangstimme. Auch das Göttinger Symphonieorchester spielte zwei weitere Zugaben. Das Publikum dankte mit anhaltendem Applaus. Scheffler bedankte sich bei der Saxophonistin, bei den Orchestermitgliedern und beim Dirigenten Müller und fügte hinzu „Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es schön war!“ Das Göttinger Symphonie Orchester mit seinen Musikerinnen und Musikern aus 20 Nationen zählt bundesweit zu den traditionsreichsten und erfolgreichsten „Klangkörpern im gesamten mittel- und norddeutschen Raum“. Es wurde 1862 gegründet. 2017 erhielt es während einer Gala in der Hamburger Elbphilharmonie den Echo Klassik für die beste „Konzerteinspielung 20./21. Jahrhundert“ Christoph-Mathias Mueller, der das Göttinger Symphonie Orchester seit dem Jahr 2005 leitet, gewann im Jahr 2000 den internationalen Dirigierwettbewerb in Cadaqués/Spanien. Es folgten zahlreiche Gastspiele und „Dirigate“ auf „Podien“ im In- und Ausland. „Die Breite seines künstlerischen Schaffens“ beweisen auch die zahlreichen CD-Einspielungen unter seiner Leitung. Das Magazin „Musica e Dischi“ kürte die Aufnahme mit dem Orchestra della Svizzera Italiana zur „CD des Monats April 2011“. Demnächst wird er „u.a. bei den Düsseldorfer Symphonikern zu Gast sein“.

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