Nach Familienfeiern in Göttingen: 80 Personen mit dem Corona-Virus infiziert

Stadt und Landkreis Göttingen reagieren und schließen bis Sonntag mehrere Schulen und Kitas

Göttingen. In Zusammenhang mit mehreren privaten Familienfeiern wurden insgesamt 203 Kontaktpersonen ersten Grades in Stadt und Landkreis Göttingen identifiziert, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben könnten. Alle haben eine Quarantäneverfügung erhalten und wurden dazu aufgefordert sich testen zu lassen. Weitere Kontaktpersonen fallen in die Zuständigkeit anderer Gesundheitsämter in Salzgitter, Osnabrück, Eichsfeld Kreis und dem Märkischen Kreis. Die Ämter wurden bereits informiert.

Personen, die das Testzentrum nicht selbständig aufsuchen konnten, wurden in Kooperation der Berufsfeuerwehr Göttingen zu Hause aufgesucht, um den Test abzunehmen. Zusammen mit den diesbezüglichen Testungen der vergangenen Tage - allein am Pfingstmontag wurden 55 Personen getestet - sind bis heute insgesamt 80 Personen Corona positiv getestet worden.

Stadt Göttingen und der Landkreis reagieren

Der Krisenstab der Stadt Göttingen hat vor diesem Hintergrund weitere Maßnahmen beschlossen. So bleiben alle Schulen im Göttinger Stadtgebiet ab sofort bis einschließlich Sonntag, 7. Juni, präventiv geschlossen. Die Maßnahme verschaffe Zeit, um Tests auszuwerten, mögliche Infektionsketten nachzuverfolgen, Quarantäneanordnungen auszusprechen und ein weiteres Infektionsgeschehen möglichst frühzeitig einzudämmen, teilte die Pressestelle mit.

Im Landkreis Göttingen werden je nach Gefahrenlange betroffene Schulen ebenfalls bis einschließlich Sonntag, 7. Juni, geschlossen. Diese sind die Heinrich-Gruppe-Schule, Rosdorf, die Grundschule im Drammetal, die Schule am Hohen Hagen/Oberschule Dransfeld, die IGS Bovenden, die KGS Gieboldehausen, alle Berufsbildenden Schulen in der Stadt Göttingen (BBS I – III), die Regenbogenschule Waake, die Grundschule Lenglern-Harste, die Grundschule Bovenden, die Grundschule Eddigehausen sowie die Grundschule Reyershausen.

Folgende betroffene Kitas in der Stadt Göttingen werden, ebenfalls bis einschließlich Sonntag, 7. Juni, präventiv geschlossen: Die Ev.-luth. Kita St. Jacobi Göttingen, die Kindertagesstätte St. Paulus, Göttingen, die Ev.-luth. Jona-Kita, Göttingen, das Petri-Haus, St. Petri Gemeinde Göttingen und die Kinderbetreuung im IDUNA-Zentrum, Göttingen. Nach Wiederinbetriebnahme der Schulen wird eine Verordnung zum verpflichtenden Tragen von Mund-Nasen-Schutz für einen Zeitraum von 14 Tagen erlassen.

Hochhauskomplex unter besonderer Beobachtung

Sämtliche Personen, die in dem betroffenen Hochhauskomplex wohnen werden in den nächsten Tagen auf das Virus getestet. Es handelt sich um eine präventive Maßnahme, um das Infektionsgeschehen besser einschätzen zu können. Die konsequente Durchtestung der Wohnanlage ist ein milderes Mittel als eine pauschale Quarantäneanordnung für das ganze Gebäude. Der Ablauf wird derzeit von einer Arbeitsgruppe vorbereitet. Die Hausverwaltung des Wohnkomplexes wird aufgefordert, ein Hygienekonzept für das Gebäude zu erstellen und umgehend vorzulegen. Die Quarantäneanordnungen werden überprüft. Dies erfolgt auch in Zusammenarbeit mit der Polizei.

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