Nach Rosins Besuch: So geht es dem Mündener ,Rinderstall’ heute

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Doreen Werner und Esteban Alonso bereiten den Außenbereich langsam auf die Biergarten-Saison vor und haben einige Ideen, so die Einweihung des  Kinderspielplatzes „Frischlingswiese“  im Mai.

Personal im Service immer noch gesucht - Biergartensaison wird am 7. April eröffnet

Hann. Münden. Am Donnerstagabend flimmerte das Kabel 1-Format „Rosins Restaurants“ über die heimischen Bildschirme. Vor der Kamera stand das Besitzerpaar des Hann. Mündener Ausflugslokals „Rinderstall“, Doreen Werner und Esteban Alonso. Wo der Schuh drückte, wurde Sternekoch Frank Rosin schnell klar als ein Bus mit 40 Personen vorfuhr. Die Gäste mussten später lange auf Getränke und Speisen warten, weil der Service unkoordiniert ablief. Beim zweiten Testessen lief es dann besser und von 50 möglichen Punkten gab’s von den Besuchern 43 – ein sehr guter Wert. Wir sprachen mit Werner und Alonso einen Tag nach der Ausstrahlung und wollten wissen, ob der Gastronomiebetrieb den Hebel „umlegen“ konnte, wie es Rosin gefordert hatte.

Frau Werner, das größte Problem lag im ungeordneten Service bei hohem Gästeaufkommen. Haben Sie das Defizit mittlerweile in den Griff bekommen?

Werner: Mäßig. Es ist nach wie vor schwierig, verlässliches Personal im Service zu finden. Wir suchen händeringend jemanden, gerne mit einiger Erfahrung, der uns unter die Arme greifen kann. Wer das liest und sich angesprochen fühlt, kann sich jederzeit melden.

Wie groß, glauben Sie, wird das öffentliche Interesse in den nächsten Wochen sein?

Werner: Wir rechnen mit vielen Gästen. Alle sind neugierig. Das zeigt schon ein Blick auf unsere Facebook-Seite, die kurz nach der Ausstrahlung regelrecht explodierte.

Wie reagieren Sie darauf? 

Werner: Wir werden bis April erst mal eine abgespeckte Karte und an den Wochenenden für größere Gruppe ein festes Menü anbieten. Schnitzel oder Kartoffelsalat mit Frikadellen gibt es natürlich auch weiterhin.

Und ihre legendäre Mascarpone Creme, vor der selbst Frank Rosin den Hut zog? 

Werner: Die gibt es natürlich auch (lacht). Und auch Eis.

Sie sind keine gelernte Köchin, zaubern aber dennoch leckere Menüs. In der Sendung ging es auch um die Machbarkeit von Speisen. Was hat Rosins Tipp, Kabeljau mit Rösti anzubieten, gebracht? 

Werner: Der Fisch wurde im Nachhinein kaum verkauft, da ich alles frisch zubereite, musste ich abends übrig gebliebene Lebensmittel wegwerfen. Dafür sind sie zu schade und zu teuer. Wir haben den Kabeljau deshalb auch nicht mehr auf der Speisekarte stehen. Aber auf Anfrage können wir ihn natürlich zubereiten.

Gibt es denn von Ihrer Seite aus Ideen, um den Betrieb nach vorne zu bringen? 

Werner: Natürlich. Mit der „Waldtränke“ wird es einen Selbstbedienungsbereich bei den Getränken geben, um den Service zu entlasten. Eine Kinderkarte ist im Aufbau und wir möchte auch eine Hundekarte entwickeln, da uns viele Gäste mit Vierbeinern besuchen. Im Freien sind ein Barfußpfad und Fühlkästen geplant. Am kommenden Samstag, 16. März, werden wir uns außerdem im Außenbereich einen Arbeitseinsatz haben. Wer helfen möchte, kann das gerne tun. Es muss gestrichen und gepflanzt werden. Für Verpflegung ist gesorgt. Los geht’s ab 11 Uhr.

Und wie sieht es mit gastronmischen Events aus? 

Werner: Die werden kommen. Der nächste steht zur Eröffnung der Biergartensaison am Sonntag, 7. April, ab 13 Uhr, an. Dort werden wir einen Flohmarkt anbieten. Interessenten können sich schon jetzt anmelden, für fünf Euro Standgebühr kann man seine Waren anbieten. Hund und Herrchen erfreut ein Spaßparcours. Außerdem wird es eine Tombola mit Preisen im Wert von 300 Euro geben.

Ihr Fazit? Hat sich die Teilnahme an dem Format „Rosins Restaurants“ gelohnt?

Alonso: Auf jeden Fall. Allein durch die Sendung haben wir einen solch hohen Bekanntheitsgrad erreicht, für den wir mit anderen Werbemitteln viel Geld hätten in die Hand nehmen müssen. Jetzt liegt es an uns die Probleme abzustellen. Wir blicken aber positiv in die Zukunft.

Werner: Von mir noch ein wichtiger Hinweis: Da wir einen überschaubaren Gastraum haben, sollte man ausnahmslos Plätze reservieren bevor man uns aufsucht. In der Vergangenheit kam es auch mal vor, dass Gäste auf freie Plätze warteten oder hungrig wieder heimkehren mussten, weil zu viel los war. Das tat uns natürlich leid, war aber nicht zu ändern. Bedanken möchten wir uns übrigens noch bei Hundetrainerin Nadine Faulstich, Fotografin Patricia Welp sowie Cornelia und Klaus Kallenbrunnen, die uns sehr unterstützt haben.

Der „Rinderstall“ ist bis zum 7. April freitags und samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 12 Uhr geöffnet. Ab dem 7. April steht das Ausflugslokal mittwochs bis sonntags ab 12 Uhr offen. Kontakt gibt es unter 05541-32835.

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