"Nein" zum Tourismusbeitrag: Gilde weist auf Info-Abend hin

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Mündener Gewerbeverein bittet Mitglieder und Bürger um Teilnahme an Informationsveranstaltung der Stadt.

Hann. Münden. Die Stadtverwaltung lädt am Mittwoch, 18. Januar, um 19 Uhr in den Rittersaal des Welfenschlosses zu einer Informationsveranstaltung ein. Thema: Mögliche Einführung eines Fremdenverkehrsbeitrags.

Die Mündener Gilde positiniert sich klar gegen eine Abgabe und ruft ihre Mitglieder dazu auf an dem Abend zu erscheinen. Die Gilde begründet ihr "Nein" zum Fremdenverkehrsbeitrag In Verbindung mit der Plakataktion "Nein zum Fremdenverkehrsbeitrag" stellt die Sprecherin der Mündener Gilde Susann Knappe klar, wieso sich die Wirtschaftsvereinigung dagegen ausspricht: "Trotz sehr guter Einnahmesituation ist der städtische Haushalt defizitär. An welcher Stelle spart die Stadt, um ihr Ausgabenproblem in den Griff zu bekommen? Das seitens Politik und Verwaltung nicht eingehaltene Versprechen, den Hebesatz von 400 Prozent im Jahr 2016 auf den ursprünglichen Satz von 380 Prozent wieder rückzuführen, hat spürbare Vertrauensverluste bei den Unternehmen hinterlassen. Es fehlt eine klare Zweckbindung zum Mitteleinsatz. Zudem stellt die Einführung des Beitrages ein falsches Signal für alle dar, die sich in und für Hann. Münden engagieren. Es ist gefühlt ein Tiefschlag gegen das in unserer Stadt ausgeprägte bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement, mit welchem in der Vergangenheit auch viele der hiesigen Unternehmen ihre Stadt unterstützt haben."

Auch Vereine, die bislang mit monetärer oder praktischer Unterstützung der Mündener Firmen rechnen könnten, würden zu spüren bekommen, dass diese Bereitschaft von einem Großteil der Firmen nicht mehr als selbstverständlich betrachtet werde, so Knappe. Mit der Zahlung einer Fremdenverkehrsabgabe würden viele diese Unterstützung als abgegolten ansehen. "Die mangelhafte Kommunikation und Information zur Verbeitragung verunsichern die Unternehmer. Die Abfrage von Umsatzzahlen der letzten Jahre ohne konkrete Aussage, zu welcher Beitragsbelastung dieses führen wird, gipfelt in der Aussage, dass man ja noch gar nicht wisse, ob der Beitrag überhaupt komme oder ob Politik es sich nochmal anders überlege", meint Knappe.

Und weiter: Die Abgabe sei ungerecht. Es herrsche eine Ungleichbehandlung der Beitragseinziehung. Während ein Mündener Unternehmen durch den Beitrag belastet werden solle, würden auswärtige Firmen, die ebenfalls ihre Umsätze in Hann. Münden erzielten, nicht belangt.

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