Neue Löwenbrücke in Münden seit heute für den Verkehr freigegeben

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Um 14.50 Uhr fuhr das erste Auto über die neue Löwenbrücke in Hann. Münden. Foto: Renneberg

Nach gut einem Jahr Bauzeit wurde die neue Löwenbrücke über die Fulda in Hann. Münden heute Nachmittag offiziell für den Verkehr freigegeben.

Hann. Münden. Heute um 14.50 fuhr das erste Auto auf der neuen Löwenbrücke über die Fulda. Zuvor hatten Bürgermeister Harald Wegener, sein Stellvertreter Dieter Pielok, Michael Merle von den Kommunalen Diensten Münden und Christoph Streck vom Ingenieurbüro Streck den millionenteuren Neubau in Höhe der Tanzwerderstraße offiziell für den Verkehr freigegeben.

"Die Brücke wird die Mobilität für Einwohner und Touristen spürbar verbessern", zeigte sich Wegener überzeugt. Schließlich erfülle die Brücke sämtliche Ansprüche an eine moderne Verkehrsführung. Dazu tragen nicht zuletzt die 2,5 Meter breiten Fußgängerwege, der barrierearme Zugang und die Fahrbahnbreite von 8 Metern bei. "Damit ist gewährleistet, dass alle Fahrzeugführer den Wohnmobil- und Reisebusparkplatz problemlos erreichen", sagte Wegener.

Er verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die neue Löwenbrücke ein paar Jahrzehnte länger hält als ihre Vorgängerin. Die stammt aus dem Jahr 1967 und war 2011 notsaniert worden, um den Verkehrsfluss zwischen Tanzwerder und Kasseler Schlagd zu gewährleisten. Ihr Abriss ist für das Frühjahr 2016 vorgesehen.

Der Neubau besteht aus sechs gut 30 Meter langen und je 70 Tonnen schweren Teilen. Sie ruhen auf Betonpfeilern, die etwa zwölf Meter in den Boden hineinragen. Im Vergleich zu der alten Löwenbrücke ist die neue zwar zwei Meter niedriger, da sie keinen Mittelpfeiler habe, könne jedoch mehr Wasser darunter durch fließen, betonte Christoph Streck. Dass die Brücke bei Hochwasser dennoch gesperrt werden müsse, falle nicht ins Gewicht, da dann auch der Tanzwerder unter Wasser stehe, so Streck weiter.

Das Land hat den etwa 1,12 Millionen teuren Neubau der Löwenbrücke mit 670.000 Euro gefördert. Insgesamt hat die Stadt 2,2 Millionen Euro in die Hand genommen, um den Neubau sowie die Sanierung und Umgestaltung der Kasseler Schlagd zu stemmen. Das Geld sei jedoch gut angelegt, betonte Bürgermeister Wegener: "Investitionen in die Infrastruktur sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt."

Neben der bauausführenden Firma beck bau aus Eschwege, dem heimischen Ingenieurbüro Streck und dem Planungsbüro PLF aus Kassel sowie allen beteiligten Firmen richtete Wegener einen besonderen Dank an die Anwohner, die während der Bauarbeiten viel Geduld und Toleranz für die Lärmbelästigung aufgebracht hätten: "Das haben wir immer zu schätzen gewusst." Die Bauarbeiten hatten im Oktober 2014 begonnen, die vorangegangenen Planungen erstreckten sich über gut vier Jahre.

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